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Kolibri-Ethos


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(seit 10.09.2015)

Wege
Suche die Liebe!
Schütze das Leben!
Verehre das Heilige!
Sei Du selbst!
Gestalte diese Welt!

und Worte
Die Situation
Die Grenzen
Das Netz
Die Begegnung
Das Auslegen

Symbole Bedeutung Wichtigkeit Bilder Flug- und Nestvideos Netzquellen Blütenfledermaus Bienensterben

           (Biotopsterben   Bizarre und besondere Lebewesen   Flächengrenzen)

Quelle: Wikimedia
(sensiationelle Flugaufnahmen von Kolibris hier! neu: YoutubePlaylist zu Kolibris)

Kolibris unter uns

In den Urwäldern dieser Welt leben die Kolibris, kleine, genial gebaute, wunderschöne Vögel,
süße schwirrende Nektarsammler, fleißig wie Bienen, hochspezialisiert, Meister der Technik und des Gesangs.
Ihr Leben besteht fast nur aus Suchen, der Suche nach energiereicher Nahrung, die sie liebevoll und wunderschön verpackt in der atemberaubenden Blütenpracht der Wälder finden.
Jede Art sucht dazu nach anderen Blüten im Labyrinth der Urwälder und fliegt umher als Wegbereiter der Früchte im Füreinander der Bäume.

Damit die Kolibris auch weiterhin unsere Erde schmücken und es nie an Urwälder für sie mangelt, braucht diese Erde ein Ethos für die Kolibris und alles mit ihnen verbundene, weltweite Leben.

In den Labyrinthen der Menschen brauchen wir menschliche Kolibris, die heute und morgen mithelfen, dass auch hier Bäume und Gemeinschaften wachsen, die Bestand haben und Früchte bringen, Energie spenden und ihre Schönheit entfalten können.
Kolibris, die suchen, finden und genießen, die wissen, wie man kunstvoll gemütliche, ganz kleine Nester baut und auch für die nachfolgenden Generationen sorgt.
Kolibris, die neben vielen anderen Dingen diese drei Grundsätze beachten:
1. Anerkennen, dass sie sehr klein sind. Das heißt ihre Grenzen sehen und nicht alle Probleme der Welt alleine lösen wollen.
2. Anerkennen, dass viele andere auf ganz andere Weise an denselben Aufgaben arbeiten und dass es Bäume gibt, die sich allein vom Wind helfen lassen.
3. Nie vergessen, dass ihre Kraftreserven nur kurze Zeit reichen und sie ständig neu Energie tanken müssen.
Menschliche Kolibris, die lebendige Kommunikation und Liebe in brillanter Weise (Ko-Li-bri) über stabile Netzwerke des Austausches und des Füreinanders wachsen und sich entwickeln lassen.

Das Kolibri-Ethos dieser menschlichen Kolibris ist einfach und klein, um gerade dadurch Kraft und Energie zu geben!
Es besteht aus wenigen Weisungen und weiten Wegen mit einer vielfältigen Mitte, dem Leben und der Liebe!

Die Wege
Suche die Liebe!
Schütze das Leben!
Verehre das Heilige!
Sei Du selbst!
Gestalte diese Welt!

Die Grundbegriffe
Die Situation
Die Grenzen
Das Netz
Die Begegnung
Das Auslegen

(comments)


Die Bedeutung von Kolibri

Im Rahmen des Kolibri-Ethos stand Kolibri ursprünglich für KOmmuniktion und LIebe BRIngen.
Das Kolibri-Ethos wurde geschrieben, um mehr persönliche Kommunikation und tiefe Liebe in unsere Betonwelten mit all ihrer Hektik und Isolation zu bringen.

Die Bezeichnung Kolibri als Namen für diese wunderbaren und so besonderen Vögel hat eine andere Entstehungsgeschichte. Er soll aus dem Französischen oder Spanischen (el Colibri) im Deutschen zu Kolibri geworden sein. (wiktionary.org/Kolibri)
Ursprünglich bedeutete das zugrunde liegende karibische Wort “leuchtende Fläche”. (siehe WaybackArchiv: Meyers Lexikon Online 2.0) Ein sehr schöner und passender Name angesichts der wunderbar schillernden Gefieder.
Andere Namen wie Sonnenengel oder Blütenvögel für die Kolibris beziehen sich ebenfalls auf ihr bunt schillerndes Gefieder und ihre besondere Ernährungsweise und Symbiose.

Kolibri wird als Markenname, Abkürzung oder in vielerlei Kombinationen sehr häufig verwendet.
(Als Beispiele mit verwandten Zielen seien genannt: kolibri-stiftung.de, fv-kolibri.de, kolibri-online.de, kolibri-institut.de, kolibri-seminare.de)


Die Wichtigkeit der amerikanischen Kolibris (Trochilidae) und der vielen Kolibriarten

Die Kolibris in Südamerika sind einerseits von existentieller Bedeutung für die südamerikanischen Urwälder an sich. Gleichzeitig können sie bis auf wenige Ausnahmen nicht gezüchtet werden, da sie zu sehr mit ihrer natürlichen Umwelt als ganzes verwoben und vernetzt sind. Kein Urwald ohne Kolibris und keine Kolibris ohne Urwald!!!
Zitat: “Das tropische Glashaus im Park von Schloss Miramare bei Triest ist kein Zoo, sondern ein lebendiges Ökosystem, in dem die Tiere sich frei bewegen und mit den Besuchern zusammentreffen. Das wichtigste Studienprojekt sind die Kolibris, die für 80 Prozent der Bestäubung im südamerikanischen Urwald verantwortlich sind. Die Internationale Umweltschutzkommission hat festgestellt, dass ohne die Kolibris innerhalb einer Generation ganz Südamerika sterben würde. … Trotz ihrer Bedeutung gibt es weltweit keine Zuchtanstalt für Kolibris” (https://web.archive.org/web/20050218010543/http://www.br-online.de/politik/ausland/themen/08990/)

Für die Menschen in Südamerika hatten die Kolibris schon immer einen besonderen Platz im Denken, Fühlen und Glauben. Atzteken, Inkas, Mayas und heutige Forscher, Künstler und Philosophen drücken auf vielerlei Weise immer neu ihre Bewunderung für diese kleinen Wunder aus!


Bilder von Kolibris

Quelle: Wikimedia

Kolibri im Flug, schöne Gallery: http://www.macro-photo.org/species-checklist-arthropods-insects-birds-avians/hummingbirds-trochilidae-wildlife-photo-image-gallery.htm

Weitere sehr schöne Bilder von Kolibris finden sich bei der Fotocommunity:
3761876 7365178 7369481 1882160
7183597
8570359 1736713 9192116
9708147 (Kolibrinest) 6070403

(Quelle: Timothy K Hamilton, Creativ Commons Lizenz kein Bearbeiten, keine gewerbliche Nutzung, Autorangabe)

Empfehlenswert ist auch eine Reise durch die Cluster Hummingbird und Kolibri bei Flickr!
Dort finden sich weitere Kolibri-Alben.

Quelle: Wikimedia


Videos von Kolibris

(Highlights eines Films mit Spezialkameras)


Schönes Video über die Brutpflege (Erstaunlich, dass der kurze breite Schnabel der Küken sich erst langsam zum langen dünnen Kolibrischnabel formt.)
Nestvideo1 Nestvideo2 Nestvideo3
Kolibris beim Blütenbesuch und beim Schwirrflug trotz Regen
schöne Flugaufnahmen beim Füttern
Fütterungsvideo
High-Speed Video vom Flug
Anden-Kolibri während der Nachtkältestarre
Schillernde Federn


Kolibris im Netz

Kolibris bei Wikipedia
Inzwischen wurde für die Kolibris sogar eine eigenen Kategorie eingerichtet. http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Kolibris
WaybackArchiv: Kolibrifan: https://web.archive.org/web/20090823072123/http://freenet-homepage.de/jfeldhusen/Kolibris.htm
(Dort fand sich auch eine Verbreitungskarte der Kolibris - leider nicht archiviert … )
https://web.archive.org/web/20100211053031/http://www.noen.at/redaktion/referateboerse/article.asp?text=88721&cat=374

Beschreibung einiger der über 300 Arten
http://www.world-of-animals.de/tierlexikon/Kolibris.html
http://tierdoku.com/index.php?title=Zimtroter_Schattenkolibri

Mit 30 Millionen Jahren ältestes Fossil der Minivögel in der Nähe von Heidelberg entdeckt! (http://wissenschaft.de/wissenschaft/news/240775.html)


Bedrohte Kolibris

Eine Liste der bedrohten Kolibriarten 2012 und Liste der bedrohten Kolibriarten 2016 findet sich bei der Hummingbird Society.
Von einigen Kolibriarten existieren nur noch geschätzt 50–500 Tiere mit einer hohen Wahrscheinlichkeit, dass diese Art innerhalb der nächsten 10 Jahre ausstirbt!
Die größten Gefahren für die Kolibris sind dieselben wie die für den Regenwald:

  • Urwaldrodung für den lukrativen Drogenanbau (Coca)
  • Urwaldrodung für den Anbau von Biosprit (Palmölplantagen), Zucker und Soja, für Viehweiden und Bananen
  • Urwaldrodung für den Holzhandel, für Papier, Parkett, Fensterholz, …
  • Urwaldrodung für Goldsucher, Erdölförderung und sonstige Bodenschätze

Inwieweit Giftstoffe die empfindlichen Kolibris belasten oder der Tourismus ihre Lebensräume verändert, ist unbekannt. Wichtig sind jedoch Faktoren wie Inzucht und Fragmentierung des Verbreitungsgebiets durch Straßentrassen, Bahnschienen oder Rodungen.
Auch das Einschleppen fremdartiger Pflanzen und Tiere kann den Kolibris die Nahrungsgrundlage entziehen oder sie bei Vogelkrankheiten direkt bedrohen.

Illegaler Koka-Anbau bedroht neu entdeckte Kolibri-Art der Höschenkolibri (Eriocnemis isabellae Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,482782,00.html oder http://www.faszination-regenwald.de/info-center/tierwelt/kolibris.htm )


Erstaunliches über Kolibris und andere Lebewesen

Studie erhellt die Aerodynamik der zierlichen Vögel (http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/254534.html oder http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,361766,00.html)
Überraschende Entdeckung: Schnabel ist biegsam (http://wissenschaft.de/wissenschaft/news/239831.html)
Wie Kolibris in großen Höhen in der Luft bleiben! (http://wissenschaft.de/wissenschaft/news/225749.html)
Kolibris lassen sich bei der Wahl ihrer Blume von umstehendem Unkraut mit schlechtem Nektarangebot beeinflussen. (http://wissenschaft.de/wissenschaft/news/211780.html)
Kolibris schaffen in Nordamerika auf dem Weg zu ihren Winterquartieren auch Langstreckenflüge mit über 1000 km!

Der kleinste Vogel der Welt ist mit 6–7 cm die Bienenelfe, ein fast ausgestorbener Kolibri:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bienenelfe
http://www.markuskappeler.ch/tex/texs/bienenelfe.html (Beschreibt sehr gut die extremen Leistungen der Kolibris!)
Der größte Kolibri misst ca 25 cm (Riesenkolibri).
Schwirrflug:
Kolibris müssen, um sich von den Blüten, vor denen sie im Schwirrflug verharren wieder zu entfernen, rückwärts fliegen können. Anders kann ihr langer Schnabel nicht aus dem Blütenkelch gezogen werden. Dieses Rückwärts-Fliegen beherrschen nur die Kolibris!
Zitat zu den technischen Leistungen: “Der Schwirrflug ist jedoch kein “Zuckerschlecken”, denn er kostet die Tiere enorm viel Kraft. Je kleiner der Kolibri, desto schneller sein Flügelschlag (bis zu 80-mal in der Sekunde) und desto höher sein Energieverbrauch. Das kräftige Herz schlägt pro Minute 1800-mal. Es wiegt ein Viertel des ganzen Körpergewichts. Um zu überleben, müssen die Winzlinge deshalb täglich halb soviel süßen Nektar trinken wie sie selbst wiegen.
Da bei Kolibris das Gelenk zwischen Ober- und Unterarm (der “Ellenbogen”) sehr nah am Körper ist, bekommen die Flügel größtmögliche Flexibilität und Hebelwirkung. Ihre einzigartige Flügelstruktur befähigt sie außerdem dazu, rückwärts und sogar auf dem Rücken zu fliegen.”
(Quelle: Sendebeschreibung des ZDF: http://web.archive.org/web/20050906080510/http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/16/0,1872,2039248,00.html)
Etwas ausführlicher ist der Schwirrflug hier beschrieben:
http://www.freenet.de/freenet/wissenschaft/natur/biologie/vogelflug/schwirrflug/index.html

Neben dem Schwirrflug sind einige Kolibris in der Lage Laute nach einem Sturzflug durch blitzschnelles Aufstellen bestimmter Federn zu erzeugen und setzten dies bei der Paarung ein: Beim Kolibri singen vor der Paarung die Federn (Quelle: Welt.de)

Neuere Untersuchungen haben die Flugfähigkeiten der Kolibris bei starkem Regen getestet. Ergebnis: Kolibris können durch Schüttelbewegungen im Flug große Wassermengen abschütteln und ihren Schwirrflug vor der Blüte selbst bei Starkregen (270 mm/h) aufrecht erhalten. Dazu benutzen sie spezielle Flugtechniken und können durch ihr elastisches Gefieder einen Großteil der Kräfte abfedern!

Im Verhältnis zur Körpermasse verfügen Kolibris mit 2,0 bis 2,8 Prozent der Körpermasse über das größte Herz aller Vögel.
Die Eischalen der Trochilidae (Kolibris) sind an ihrer Oberfläche in spezifischer Weise zart aufgerauht durch eine eigenartige Differenzierung der Stirnflächen ihrer Säulenprismen.
Kälteschlaf (Torpor):
“Bei Kolibris hat man beobachtet, dass sie sich nachts spontan in einen kurzfristigen Schlafzustand versetzen können. Ihre Körpertemperatur sinkt dabei von normalerweise 38–40 °C auf 18–20 °C. Die Stoffwechselrate wird dabei für nur wenige Stunden um bis zu 90 % herabgesetzt. Kolibris, die in nachtfrostexponierten Regionen leben, fallen regelmäßig in Torpor, da diese Vögel mit ihrer sehr hohen Stoffwechselrate ansonsten die langen, kalten Nächte nicht überleben würden.” (Kälteschlaf bei Kolibris in den Anden, Torpidität) Werner Hüning berichtet jedoch auch von aktiven Kolibris bei minus 19 Grad.

Der nur rund zehn Zentimeter große Rubinkehlkolibri nistet östlich des Mississippi. “Er ist für seine Langstreckenwanderungen bekannt. Jedes Jahr fliegt er ohne Unterbrechung über den Golf von Mexiko, eine Entfernung von mindestens 800 Kilometern.” (Quelle: http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_761579118/Kolibris.html)
“Die Blütenfarbe der meisten durch Kolibris bestäubten Pflanzen ist rot. Im Rot der Blüten finden sich unterschiedliche UV-Abstufungen (nicht wahrnehmbar für das menschliche Auge). Mit diesen UV-Markierungen weisen die Blüten dem Kolibri den Weg!” (Quelle: http://www.faszination-regenwald.de/info-center/tierwelt/kolibris.htm)

Gerade die tollen Leistungen der Kolibris und ihre enorme Anpassung an ihre Blütenbäume und Blumen, ist der Grund für ihr Empfindlichkeit gegen Störungen ihrer Ökosysteme und Biotope, gegen Vergiftungen, Zerstückelung, Einbringen fremder Tier- und Pflanzenarten und vieles mehr!


Gedächtnis ermöglicht Kolibris eine effiziente Nektarernte

Edinburgh - Zimtkolibris können sich offenbar merken, aus welcher Blüte sie bereits den Nektar ausgesaugt haben und besuchen sie erst wieder nach einer gewissen Zeit, wenn sich die Blüte aufgefüllt hat. Dies berichten Wissenschaftler um Susan Healy von der University of Edinburgh in der Fachzeitschrift “Current Biology”. Kolibris besuchen die Blüten in ihrem Revier demnach nicht zufällig, sondern planen Landeort und -zeit, so dass sie kaum eine Blüte vergeblich anfliegen. Kommen sie nämlich zu früh zu einer bereits besuchten Blüte zurück, hat sich noch kein Nektar neu gebildet; warten sie dagegen zu lange, riskieren sie, dass andere Nektarliebhaber ihnen zuvorkommen.

In ihrer Studie beobachteten die Biologen wild lebende Kolibris in ihren Brutrevieren in den kanadischen Rocky Mountains und stellten fest, dass ihre Fähigkeit zum Abschätzen der verstrichenen Zeit noch besser war als bei Kolibris unter Laborbedingungen. Die Wildvögel merkten sich bei bis zu acht Blüten, wann sie sie zuletzt im Lauf des Tages besucht hatten.
Quelle: (seite existiert nicht mehr) morgenpost.de/content/2006/03/07/wissenschaft/815102.html Alternative: http://wissenschaft.de/wissenschaft/news/211780.html


Gesangsunterricht bei den Kolibris

Haben Papagei und Kolibri den gleichen Urvater?
Kolibris, Papageien und Singvögel stehen zwar evolutionär weit voneinander entfernt, dennoch haben sie bemerkenswert ähnliche Gehirnstrukturen entwickelt, um zu singen, fanden jetzt brasilianische und amerikanische Forscher heraus.
Erich Jarvis vom Duke University Medical Center erklärt, daß zwar die meisten der 23 Vogelgattungen singen können, diese Fähigkeit aber nicht gelernt, sondern genetisch eingebrannt ist.

Einzig und allein drei Gattungen, nämlich Singvögel, Papageien und Kolibris besitzen die Fähigkeit, von ihren Eltern Stimmunterricht zu erhalten und die Melodie selbst zu reproduzieren, genau wie der Mensch, wenn er sprechen lernt.
Doch interessanterweise sind diese drei Vogelgattungen nicht direkt miteinander verwandt, sondern besitzen sogar enge Verwandte, die gar nicht lernen können.

Doch die jetzigen Forschungen Jarvis’ indizieren, dass Kolibris die selben sieben Gehirnstrukturen beim Lernvorgang einsetzen wie Papageien und Singvögel.
Die Frage ist nun, ob die drei Vogelgattungen die Fähigkeit zum Erlernen des Singens unabhängig ausbildeten, und jedes Mal die gleichen Gehirnstrukturen mitentwickelten, oder es einen gemeinsamen Vorfahren gab.
Jarvis selbst favorisiert erstere Erklärung und glaubt, dass sich die Lernfähigkeit unabhängig entwickelte.
Der Forscher verweist dabei auf eine vergleichbare evolutorische Kuriosität, nämlich dass auch Pterosaurier (fliegende Dinosaurier) unabhängig von Fledermäusen und Vögeln ihre Flügel aus den Gliedmaßen entwickelten.

Die Erkenntnisse an den Vögeln könnten aber auch Studien beeinflussen, die sich mit der Entwicklung der menschlichen Sprache beschäftigen. Denn ähnlich wie bei Vögeln, gibt es auch bei Säugetieren nur eine Handvoll Arten, die die Fähigkeit besitzen, ihre Ausdrucksweise zu erlernen: Fledermäuse, Wale und Delphine – und Menschen.
(Quelle: http://www.expeditionzone.com/start_hi.cfm?story=2059&business=&club=&member=)


Der Kolibri in Mythen, Märchen, Ritualen und Gesängen

In vielen indianischen Märchen wird der Kolibri mit Liebe und Freude aber auch mit Kraft und Schlauheit assoziiert. “In der Mythologie der Indianer Brasiliens nimmt der Kolibri eine besondere Stellung ein. Er ist der Bote zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt, zwischen dem Hiersein und den vielen Möglichkeiten, die das Leben uns schenkt.” (Quelle: https://web.archive.org/web/20140517203547/http://kolibri-team.at/ siehe auch: http://www.lateinamerika-studien.at/content/kultur/mythen/mythen-titel.html )
Eine Auswahl verschiedener Märchen und Mythen über Kolibris findet sich hier: http://www.hekaya.de/suche.php?q=kolibri
http://www.hekaya.de/maerchen/warum-der-kolibri-der-koenig-der-tiere-ist–afrika_183.html
http://www.bibmondo.it/att/luna/doc/fav7-de.html

Bei den Azteken wurde einer der Hauptgötter Huitzilopochtli als Kolibri dargestellt. (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Huitzilopochtli und https://web.archive.org/web/20130131065911/http://mexiko-lexikon.de/mexiko/index.php?title=Huitzilopochtli https://web.archive.org/web/20111125002624/http://mexiko-lexikon.de/mexiko/index.php?title=Weltbild_der_Azteken) Sein Name bedeutet Kolibri des Südens oder der linken Seite. Er galt auch als Kriegsgott und erhielt Menschenopfer. Auch zu diesen Assoziationen sind Menschen fähig.


Kolibrifledermaus oder Blütenfledermaus (Glossophaga soricina)

Aus Zeit online ( http://www.zeit.de/online/2007/20/fledermaus-flug-galerie?4 ):
“Glossophaga soricina, ein Fledermäuschen, mit ausgebreiteten Schwingen gerade mal handgroß, das nicht mehr wiegt als zwei Teelöffel voll Zucker. Es kann tatsächlich auf der Stelle fliegen. Das hilft ihm bei der Nahrungsaufnahme: Vor Blüten bleibt der winzige Vegetarier flatternd in der Luft stehen und steckt wie ein Kolibri den Kopf in den Kelch, um den süßen Nektar herauszulecken.”
(Der angegebene Artikel über die Flugkünste dieser Fledermaus, zu dem das folgende Bild gehört, ist sehr empfehlenswert.
Interessant ist die überraschende Technik UV-Licht zu erkennen! )
https://www.mpg.de/480427/pressemitteilung20031008

Bild: Max-Planck-Forschungsstelle für Ornithologie/York Winter

Leistungen und Gefährdungen

Forscher haben Blumenfledermäuse untersuchten. Diese kleinen Flattertiere, die sich von Nektar ernähren, haben mit über 90% die höchsten Stoffwechselraten für die Zuckerverbrennung unter den Säugetieren. Zugleich enthält ihre Nahrung wenig Protein und Fett.
Zum Vergleich: Spitzensportler nutzen nur ca. 30 Prozent der Energie aus Zuckerdrinks.
“Der Vorteil dieser direkten Nahrungsumsetzung hat einen Preis: Fehlt einmal der Zucker, müssen die Tiere sofort und sehr stark auf ihre Fettreserven zugreifen. Innerhalb eines Tages beispielsweise verbrauchten sie 50 Prozent des Körperfetts, sobald sie keinen Zucker mehr erhielten. “Energetisch gesehen leben die Tiere auf Messers Schneide”, sagt Voigt. Die Studie zeige, wie gefährdet die Tiere sind, wenn sie - etwa durch Eingriffe ins Ökosystem - nur wenige Tage von ihrer Nahrungsquelle abgeschnitten sind.”
Quelle: http://www.welt.de/wissenschaft/article1084633/Fledermaeuse_sind_wahre_Stoffwechsel-Weltmeister.html


Kolibriinsekten

Taubenschwänzchen

(Quelle: http://www.cepolina.com/freephoto/vb/butterfly2-animal.htm)
http://de.wikipedia.org/wiki/Taubenschw%C3%A4nzchen
http://www.natur-lexikon.com/Texte/WAS/001/00002/WAS00002.html
http://www.schmetterling-raupe.de/art/stellatarum.htm
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/37463/display/698152
insgesamt über 500 Fotos zum Taubenschwänzchen in der Fotocommunity
Schöne Homepage: http://freenet-homepage.de/jfeldhusen/Taubenschwaenzchen.htm

Hummelschweber

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/channel/7/extra/little/display/8809870
http://www.faunistik.net/DETINVERT/DIPTERA/BOMBYLIIDAE/bombyliidae.html

Graphium agamemnon oder grüner Kolibri

Auch Grüner Schwalbenschwanz oder geschweifter Eichelhäher genannt, aus der Familie der Ritterfalter.
http://www.butterflycorner.net/Graphium-agamemnon-Tailed-Jay-Green-spotted-Triangle-Butterfly.268.0.html
http://web.archive.org/web/20060619134014/http://duesseldorf.de/aquazoo/insektarium/livestock/info/popup/graphium.shtml
http://home.fotocommunity.de/vanses/index.php?id=548575&d=9393976


(Braunkehl-Nektarvogel Bild von NatureInYourBackyard)

Die Nektarvögel, Honigsauger und Honigfresser

Den Kolibris in der neuen Welt entsprechen die Nektarvögel oder Honigsauger in der alten, in Afrika und Asien.
Sie gehören zu den Sperlingsvögeln, bauen Beutelnester und bezaubern durch ihren Farbenreichtum. Der Seychellennektarvogel verwendet Spinnenweben, um das leichte Beutelnest zusammenzuhalten und es ganz am Astende zu befestigen.
In Australien, Neuguinea, Neuseeland und auf vielen Inseln im Südpazifik nehmen die Honigfresser den Platz der Honigsauger oder der Kolibris ein. ( Video Honigfresser (Natalglanzköpfchen) Video Blauohr-Honigfresser)


Das weltweite Bienensterben

Den Kolibris in Südamerika entsprechen unsere Bienen und Hummeln. Diese sind derzeit vielfältigen Bedrohungen ausgesetzt und sterben, obwohl sie der Mensch züchtet, füttert und schützt. Einmal sind weltweit verschleppte Krankheiten dafür verantwortlich. (Varroamilben u.a. Allein das Problem der weltweiten Verschleppung von Lebewesen ist ein Grund für eine Flugbenzin- und Transportsteuer, die nicht einzelnen Nationen zugute kommt, sondern für Projekte zur Lösung der verursachten Probleme verwendet wird!)
Dann aber zeigte sich inzwischen, dass einige Pestizide (Neonicotinoide) die chemische Signalübertragung im Nervensystem von Insekten stören und zwar in extrem geringen Dosen! So wird das Immunsystem der Bienen geschwächt und dadurch werden neue Krankheiten (Varroa) oder vorhandene (Deforming Wing Virus) verstärkt. Andere Studien wiesen einen störenden Einfluss auf die Orientierung der Bienen und Hummeln oder auf die wichtige Anzahl der neuen Königinnen oder auf deren Eiproduktion nach. (Studie 2)
Betroffen sind auch Wildbienen und Schmetterlinge.
Das zugrunde liegende Problem ist, dass immer neue Pestizide wirtschaftlich vertretbar nicht so getestet werden können, dass alle Einflüsse auf alle Lebewesen ihrer Einsatz- und Verbreitungsgebiete geklärt werden können. Es ist zuzugeben, dass wir nicht wissen, was wir tun und anrichten!
Selbst bei einem gut bekannten, leicht zu untersuchenden Lebewesen wie der Biene, war und ist es ungeheuer schwer, die Ursachen für die offensichtlichen Störungen zu analysieren!
(Von den folgenden Kämpfen gegen Lobbyverbände und Industrie ganz zu schweigen …)

Nachtrag: Status 2016
Ein Video und ein PDF zum aktuellen Stand - leider keine Besserung in Sicht!
Vortragsfolien zum Vortrag unten


Weitere Links:
http://www.bee-careful.com/de/aktuelles/
http://www.spiegel.de/thema/bienen/
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/neonikotinoide-pestizide-bedrohen-wildbienen-und-schmetterlinge-a-1108118.html



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( Letzte Änderung am 10.01.2013 )
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