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Pinnwand


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(seit 10.09.2015)

Wege
Suche die Liebe!
Schütze das Leben!
Verehre das Heilige!
Sei Du selbst!
Gestalte diese Welt!

und Worte
Die Situation
Die Grenzen
Das Netz
Die Begegnung
Das Auslegen

Grenznähe

Wo Du auch bist,
sind Grenzen nicht weit.

Was Du auch willst,
zum Begrenzen sei bereit.

Was Du auch tust,
Du stößt an Grenzen in Nu.

Wovon Du auch träumst,
Du baust Brücken immerzu!

(HH 2007)

Die Grenzen

Wenn ein Maler ein Bild malt, achtet er genau auf die Grenzen zwischen seinen Farben und Farbstufen.
Manche Grenzen betont er, andere verwischt und durchbricht er. Wieder andere deutet er nur an.
Das Empfinden des Betrachters erkennt sie und versteht, was gemeint ist.

Wenn nun ein Banause kommt und mit einem dicken schwarzen Strich das Bild durchkreuzt, dann entstehen neue Grenzen, zerstörende, aber ansonsten von derselben Art wie viele des Malers.

Menschen möchten immer weiter, höher, immer mehr, alle Grenzen überwinden, weil sie nur stören, klein machen, das bekannte, langweilige, alltägliche markieren.
Und tatsächlich: Mit dem Grenzen Verschieben haben es viele Menschen und die Menschheit weit gebracht.

Glücklicherweise wurden viele negative, trennende oder leidvolle Grenzen durchbrochen, ja selbst Durchkreuztes wieder hergestellt.
Andererseits wurden und werden viele sinnvolle Grenzen überschritten, dank der technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten, dank Macht und Gewalt oder aus Dummheit und Unwissenheit.

Menschen und andere Lebewesen wurden und werden in ihren Lebensmöglichkeiten, in ihrer Lebensfreude verletzt oder gar vernichtet, Lebensräume zerstört.
Lieben heißt dagegen in Verständnis und Harmonie mit den Grenzen zu leben – mit den eigenen und mit denen der Mitlebewesen.

Grenzen ordnen und klären, warnen und schützen.
Diese sinnvollen Grenzen gilt es zu beachten.

Es geht darum, behutsam Grenzen zu erweitern, sinnvolle Brücken zu bauen und mit sinnvollen Grenzen diese Welt zu strukturieren. Es geht darum, einfacher, bescheidener, zufriedener und harmonischer zu leben, indem wir die heute bestehenden Grenzen erkennen und anerkennen.
Es geht darum, die Tore und Brücken, die wir bauen und benutzen schön zu gestalten und mit guten Regeln den Austausch dort zu fördern.

Die Kolibri-Gruppen üben sich besonders darin unsichtbare, kaum spürbare oder unbewusste Grenzen zu beachten, sie angemessen und richtig zu behandeln. Dazu gehören die Grenzen der Privatsphäre, von Distanz und Nähe, des Anstands, der Überlastung, der Offenheit, der Zukunft und der Vergangenheit, der Geschichte und der Kultur, des Machbaren, des Verantwortbaren, des Kalkulierbaren und der Hoffnung.

Auch wenn Menschen begrenzt sind und in vielen Situationen aufgrund ihrer Grenzen Fehler machen, ist es nicht gerechtfertigt Menschen grundsätzlich negativ zu beurteilen, sondern es muss mit den Fehlern, die Menschen machen können, gerechnet werden.

Gerechnet wird auch mit der Widersprüchlichkeit der Menschen, die Teil der Freiheit und der Flexibilität ist, aber auch als Quelle von Leid, Mistrauen und Unzufriedenheit begrenzt werden muss.

Das Leben ist ein Lernort gerade durch die vielen Grenzen und das Leben braucht die Grenzen: Grenzen für, nicht gegen das Leben!


Die Grenzen meiner Ethik

Mein Verhalten ist bestimmt/geleitet/gelenkt/initiiert/motiviert/bedingt/… durch:

  1. biologische Faktoren wie Reflexe, Antriebe, genetische vorgegebene Programme, Gehirnstrukturen
  2. historische Faktoren der eigenen und der globalen Geschichte
  3. situative Faktoren, Möglichkeiten und Grenzen
  4. meine erlernten Denk und Erkenntnisstrukturen, mein Bewußtsein, meine Ethik/Weltanschauung/Religion

Meine Ethik ist dabei meist nicht der entscheidende Motor meines Tuns und Verwirklichens!!!!!


Zäune, Mauern, Tore und Brücken

So überflüssig viele Mauern und Zäune sind, Es gibt Situationen, in denen Lebewesen durch Zäune einen Schutzraum erhalten und so überleben können.
In Südostasien schützt so ein Mann eine kleine Affenart vor der Ausrottung durch eingeschleppte Katzen. In Afrika werden Gebiete durch Zäune vor der Überweidung geschützt und neuer Wald kann wachsen.
Wandernde Tierarten werden jedoch gerade in Afrika durch den Ausbau der Weidezäune vom Zugang zu Wasser und Nahrung abgeschnitten.
Die Natur arbeitet viel mit natürlichen Grenzen. Doch gerade diese werden heute global überbrückt und Tierarten in fremde Ökosysteme verschleppt. So kommt es ganz auf die Situation an, wo Mauern, Zäune, Tore oder Brücken Sinn machen oder zerstören!
Es kommt darauf an, wo und wie Grenzen mit Toren oder Brücken geöffnet werden und welche Regeln an diesen Toren gelten.


Das Sein und Leben auf der Grenze (Paul Tillich)

In mehrfacher Hinsicht leben wir Menschen auf einer Grenze. Die bekannteste und gegenwärtigste ist die zwischen Zukunft und Vergangenheit, Gegenwart genannt.
Eine andere ist die zwischen Selbstbestimmung und Fremdbestimmung, die von der Beantwortung der Fragen nach dem freien Willen und der Freiheit des Einzelnen abhängt.
Paul Tillich hat sich in seinem Lebenswerk intensiv mit dieser Situation auseinandergesetzt:
“Fast auf jedem Gebiet war es mein Schicksal, zwischen zwei Möglichkeiten der Existenz zu stehen, in keiner ganz zu Hause zu sein, gegen keine eine endgültige Entscheidung zu treffen.” (Quelle)
Grenzen sind für ihn allerdings auch etwas verbindendes und man steht nicht starr auf einer Grenze, sondern man überschreitet sie ständig in beiden Richtungen, hin und her.
Der Mensch als Grenzgänger, der beiden Gebieten angehört!
(Wichtig an Paul Tillich ist seine scharfe Analyse einer um sich greifenden Sprachverwirrung: “In einem Kapitel seiner Schrift ‘Die verlorene Dimension’ sagt Paul Tillich über die Sprache der Religion: ‘ln Europa wie in Amerika ist heute eine heftige Diskussion über die Bedeutung der Symbole im Gange. Sie ist ein Symptom dafür, dass wir in der Theologie, in der Philosophie und in den ihnen verwandten Wissenschaftsgebieten in eine Sprachverwirrung geraten sind, die bisher in der Geschichte kaum erreicht wurde. Die Worte vermitteln uns nicht mehr den Sinn, den sie ursprünglich hatten und den sie uns übermitteln sollen.’” aus: www.dober.de)

(Siehe auch diesen Vortrag über das Sein auf der Grenze: http://www.bgmoedling-keim.ac.at/faecher/Religion/Material/schoepfung/quelltexte/DasSeinAufDerGrenze.pdf )


Grenzflächen, Häute und Membrane

Grenzflächen sind die sensiblen, dünnen und leicht verletzbaren Flächen, die in unserer dreidimensionalen Welt Räume voneinander abtrennen.
Die Oberflächen von Meeren, Seen, der Ackerboden und andere Flächen reichern die Müllmengen und die Rauchteile der Menschen enorm an, wie ein Fußabstreifer oder die Oberfläche der Raucherlunge.
Anderseits sind gerade Grenzflächen besondere Lebensräume, Austauschmembrane und Lebensgrundlage.
Was spielt sich nicht alles auf unseren Häuten, auf der Baumrinde, in der obersten Erdschicht oder auf der Wasseroberfläche ab.
Grenzflächen brauchen einen besonderen Schutz und eine besondere Beachtung und Pflege - in uns und um uns.
Noch empfindlicher als Grenzflächen sind Grenzlinien und ihre Biotope (Linienbiotope) wie Küsten, Fluß- oder Seeufer, Hecken, Ackerränder.

HautHauchfeine Grenzen

Schau mal, Deine Haut,
von innen immer neu gebaut.
Kontrolliert das Ein und Aus,
dich schützend, wie die Wand das Haus.

Doch die Wand ist starr und fest,
verliert nicht vergangener Tage Rest.
Wird dicker immer neu bemalt,
für ihren Schutz wird viel gezahlt.

Die Haut ist keine starre Grenze.
Sie liebt der Hände Tänze,
sammelt Liebe und den Schmerz.
Sie redet mit dem Herz.

Die Wände bauen wir,
bedecken sie mit Zier.
Der Haut musst Du vertrauen.
Lass sie im Stillen für Dich bauen.

Gib Wärme ihr und Schutz!
Befreie sie vom Schmutz!
Lass frei sie immer atmen.
Lass Dich von ihr beraten.

Die meisten Grenzen sind wie sie.
Verkratz’, verletzt’ sie nie!
Empfindlich, fein, weit ausgespannt,
sie trennen nicht, sie sind das Land!

(HH 2007)


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( Letzte Änderung am 10.01.2013 )
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