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(seit 10.09.2015)

Wege
Suche die Liebe!
Schütze das Leben!
Verehre das Heilige!
Sei Du selbst!
Gestalte diese Welt!

und Worte
Die Situation
Die Grenzen
Das Netz
Die Begegnung
Das Auslegen

VERSTEHEN

Verstehen meint zuerst das Verstehen im Moment der Begegnung, im Angesicht der Situation.
Es basiert auf einem umfassenden multidimensionalen Wahrnehmen und Interpretieren tausender Kleinigkeiten,
die bewertet und gefiltert werden wollen, um einen kleinen Teil des Entscheidenden zu erkennen.
Es basiert auf langer eigener Erfahrung, auf Nachfragen, Zuhören und Selbstkritik.
Es basiert auf langer Übung in Kommunikation, viel Wissen aus allen möglichen Bereichen und auch Spezialistenwissen.

Verstehen im Moment geht auch immer in ein Antworten über.
Kein grosses langes Antworten, kein Antworten auf Fragen, die nicht gestellt wurden.
Es ist mehr ein Rückfragen, ein Wiederholen, um zu signalisieren,
dass man verstanden hat und auch der andere das Gefühl gewinnt, verstanden zu sein.
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Sich ausruhen und entspannen

Wer sich ausruht und entspannt, gilt als faul. Wer eine Pause braucht, zeigt das Ende seiner Leistungsfähigkeit an.
Vielen fällt es schwer einzusehen, dass der Mensch wie eine Batterie ist, der es nicht gut tut, ständig tiefentladen zu werden.
Richtiges Ausruhen und gute Arbeit ergänzen und verstärken sich gegenseitig.
Daher ist die Entscheidung, jetzt mal zu stoppen und eine Pause einzulegen
eine Entscheidung der Selbstliebe und der Liebe zu allen, die mit Pause machen und nachher uns neu begegnen.

Aber nicht nur das, das Ausruhen und Entspannen selbst ist eine Grundform des Lebens und der Liebe.
Wie beim Schlaf klärt sich vieles auf heilsame Weise, ohne dass wir immer selbst die Macher sind.
Gerade beim tiefen Entspannen, bei Meditationen oder der Selbsthypnose erreicht unser Geist Dimensionen,
die ihm beim stressigen Tun verschlossen sind.
Liebe gewinnt in den Pausen und beim Innehalten an Tiefe und diese Tiefe ist wichtig.
Tiefe Gefühle vertragen keine Hektik.

Dabei ist Entspannen keineswegs immer passives Nichtstun. Es geht um klare Entscheidungen, um aktives Loslassen.
Ich muss mich fragen, woher meine Anspannung und mein Stress kommt, Gegenmassnahmen planen und umsetzen.
Entspannend und Stress abbauend wirken zudem viele körperliche Tãtigkeiten wie Gehen, Lockern, Ausschütteln, Schwimmen, Laufen, ….

Oft hilft es schon viel zwischen zwei Abschnitten, in denen wir gefordert sind,
eine Zwischenzeit einzuplanen, die hilft, das eine Abklingen zu lassen und den Geist auf den nächsten Abschnitt auszurichten.

Beten und arbeiten (und lesen) legten bereits vor vielen Jahrhunderten Mönche als Grundregel fest.
Beten wurde dabei nicht nebenbei erledigt, sondern täglich in mehreren längeren Auszeiten, die ein Abschalten, durch Gesänge ein tiefes Entspannen
und durch die geistliche Konzentration eine innerliche Neuausrichtung bewirkten.
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Nachfragen und sich informieren

In jeder Situation kann es Unklarheiten oder Zweifel geben. Man begegnet Behauptungen, stellt selbst Vermutungen an
oder fällt gleich Urteile und bewertet. Auch wer sich und andere immer neu in Frage stellt,
Kritik oder Selbstkritik übt kommt an diese Punkte,
an denen es gilt noch einmal tiefer nachzuschürfen, genauer nachzufragen und weitere Informationen einzuholen.

Selbst viele Standpunkte und Erklärungen, die klar und plausibel scheinen,
erweisen sich beim Heranziehen weiterer Informationen oder beim tieferen Nachfragen als fragwürdig.

Es geht hier nicht darum, alles in Frage zu stellen oder zu zerreden.
Es geht nicht darum ständig zu verunsichern oder mit Nachfragen zu nerven oder Grenzen der Vertraulichkeit zu überschreiten.
Es geht um eine Qualität der Gewissheit und des Bewertens.
Vieles wird zu voreilig geglaubt oder zu schnell verurteilt. Vieles wird nur einseitig gesehen und verzerrt.

Lexikas und Aussagen von Spezialisten zu Rate zu ziehen oder die Meinung anderer beteiligter Personen zu erfragen, ist nie verkehrt.
Ergeben sich Widersprüche, ist natürlich die Frage, ob wir sie auflösen und klären können, aber zumindest sind sie aufgedeckt.

Gerade in religiösen, globalpolitischen, historischen oder emotionalen Bereichen ist es schwierig nachzufragen
oder mit Nachdruck vorgetragene Aussagen in Frage zu stellen.
Aber gerade wenn Emotionen im Spiel sind, sehen Logik und Bewertungen zwei Stunden später oft ganz anders aus.

Man kann neben einzelnen Aussagen auch Informationen zur ganzen Situation, zum Rahmen und der Basis, auf der viele Aussagen gemacht werden, einholen.
Kennt man die Denkstrukturen und Prämissen einer religiösen Gruppe oder einer politischen Partei
oder die emotionalen Gleise bestimmter Persönlichkeitstypen, relativieren sich einige Aussagen automatisch.

Pressefreiheit oder das Grundrecht der Meinungsfreiheit muss immer neu durch Nachfragen und Informieren erarbeitet und lebendig erhalten werden.
Im Sinne der Aufklärung (Wage es, weise zu sein und Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen) gilt es auch hier
immer neu die Selbstbeschränkungen, die verinnerlichten Denkblockaden, die Denkverbote zu überwinden und sich seines persönlichen einmaligen Verstandes zu bedienen.
Dabei kann man sich naturlich auch gegenseitig in festen Gruppen oder bei sporadischen Treffen unterstützen.
Nichts ermuntert das eigene Denken und Nachfragen mehr als die offene Diskussion mit anderen Menschen.
Und man informiert sich nicht nur zum Selbstzweck. Was man für sich geklärt und erarbeitet hat, gilt es auch anderen zu erklären und zu vermitteln.
Das ist nicht einfach, wenn man sich selbst weit tiefer hineingearbeitet und gefragt hat, der andere jedoch erst am Anfang steht.
Dennoch wichtig Antworten und Informationen sollte wo immer möglich geteilt und bereitgestellt werden,
damit andere, die nachfragen diese leichter finden.
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Ordnen und klären

Das jemand, der aufräumt oder versucht Zusammenhänge zu klären, ein Liebender ist,
erscheint auf den ersten Blick ungewöhnlich, auch wenn ihm nachher viele dankbar sein werden,
wenn dann mehr Ordnung herrscht.
Jedoch ist verstehen, helfen und vieles mehr ohne einen Zwischenschritt,
in dem es um Ordnung schaffen geht, meist nicht umsetzbar.
Und umgekehrt, wer Ordnung schafft, hilft vielen und trägt oft zum Verstehen bei.

Beides ist jedoch kein Zwangsläufigkeit.
Ordnen ist eng verknüpft mit Bewerten und wer die falschen Wertemaßstäbe hat,
betrachtet vieles wertvolle als Müll und wirft es weg.
(So wurden schon viele wertvolle Biotope als chaotische Natur gesehen und mitsamt ihren seltenen Lebewesen vernichtet.)

Ordnen ist ein Ausdruck unserer Persönlichkeit und eine immer neue Auseinandersetzung mit uns selbst.
Ordnen macht Werte und Zusammenhänge sichtbar, die wir sehen und so empfinden.
Beim Ordnen werden diese aber auch erst entwickelt oder in der Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit geändert, “angepasst”.
Ordnen führt so zu einer Umgestaltung und ist für viele ein sehr kreativer und produktiver Vorgang, mehr als eine Meinungsäußerung.
Man probiert aus, wie weit man mit der Neuordnung kommt und ob diese sich bewährt.

Viele jedoch dogmatisieren ihre Ordnungsmaßstäbe und wollen sie anderen aufzwingen, lassen keine anderen gelten.
Oft werden viel zu komplizierte Ordnungen entworfen, die keiner mehr versteht und die heute nur noch mithilfe von Computern “handhabbar” sind.
Andere geben dem Ordnen einen so grossen Raum, dass für andere wichtige Formen der Liebe kein Freiraum bleibt.
Ein solches Ordnen kann dann mehr schaden als nützen und manchmal kann man nur aus den Ordnungsfallen entrinnen,
wenn man grundsätzlichere Fragen stellt:

Warum ist alles so kompliziert geworden?
Warum haben wir viel zu viele Dinge zum Ordnen?
Warum brauchen wir so lange, um etwas einzusortieren und zuzuordnen?
Wie fühlen wir uns beim Aufräumen und Ordnen: überfordert, langsam, verzweifelt oder haben wir das Gefühl, wir kommen schnell und zügig vorwärts?
Für wen und für welche Zukunft ordne ich?

Es gibt ja auch ein Ordnen von nicht materiellen Dingen.
Wir alle beherrschen das!
Wir hören einen Satz und ordnen blitzschnell den Worten Bedeutung, Erinnerungen, Erfahrungen, Gefühle,
Kategorien und logische Zusammenhänge, ja auch Bewertungen zu.
Der Umfang und die Komplexität der Ordnungsleistung unseres Gehirns übertrifft bei weitem alles,
was wir so im Alltag an materiellen Dingen wenigen Plätzen und Kategorien zuordnen müssen.
Teilweise ist das angeboren, jedoch liegt dem auch viel Lernarbeit und Übung zugrunde.
Wer darin geübt ist, kann blitzschnell unerlaubte Verallgemeinerungen, dualistische Verengungen
oder klare logische Widersprüche, verdeckte Themenwechsel, Ebenensprünge und viele mehr erkennen
und damit in Gesprächen für mehr Klarheit und Ordnung sorgen.

Beides, das materielle und das geistige Ordnen und Klären braucht seine Zeiten,
seine Prozessschritte, seine Strukturen und Rituale.
Wir können damit uns und andern viel helfen!
Es ist aber auch nötig, dass wir uns dabei von andern helfen lassen
und gerade diese Liebesform nicht verwenden, um Zerstörung, Unzufriedenheit und Feindschaft zu vermehren!
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Mitfühlen

Mitzufühlen wird oft erwartet, ja gefordert und doch ist es ein unerfüllbarer Wunsch.
Keiner kann genau das fühlen, was der andere fühlt!
Sei es Schmerz oder Lust, Trauer oder Entsetzen, Verzweiflung oder Wut,
all diese Gefühle wurzeln in meinem Körper, in meiner Seele, in meiner Geschichte, meinen Erfahrungen, Erinnerungen und meinem Geist.

Jemand anders kann mir nahe sein, ohne mein Fühlen anzugreifen und zu stören,
kann mich begleiten und mir Raum geben zum Fühlen, Empfinden und für den Versuch das auszudrücken und zu entwickeln.
Jemand neben mir kann ähnliche Gefühle haben und mitschwingen, mitlachen, mitweinen, mitwüten, mitlauschen, mitsingen, mittanzen,
mit mir lustig und lustvoll sein, aber jeder hat seine eigenen Gefühle und seine Gefühlswelt.

Mitfühlen ist daher diesen anderen Grundformen der Liebe sehr nahe:
Tolerant sein
Der andere kann für mich befremdliche Gefühle haben oder sie ungewöhnlich ausdrücken.
Es gilt dies unter Rücksicht auf persönliche und allgemeine Grenzen zuzulassen oder mitzuhelfen,
dass dafür ein geschützter Raum und ein Rahmen entsteht.
Frei und offen sein
Wenn ich mit eigenen Problemen und Gefühlen zu sehr beschäftigt bin,
kann ich nicht auf den andern achten, weder verstehen, noch miteinschwingen, noch begleiten.
Wahrnehmen, Zuhören, Empfindsam-Sein
Viele tragen ihre Gefühle nicht auf der Zunge! Ich muss meine Antennen weit ausfahren,
um zu erkennen, woran und wie tief der andere leidet.
Oft klappt irgend ein Miteinander nicht und der Grund sind störende Gefühle,
Traumata und Empfindlichkeiten, die oft schwer an- oder auszusprechen sind.
Mitfühlen endet hier oft auf der Stufe der Toleranz,
auf der ich ein Angebot machen kann und meine Hand reichen. Ob der andere sich öffnen, darüber sprechen kann, bleibt offen.

Andererseits sind wir Menschen so von Gefühlen durchdrungen, durchflutet, ja übersprudelnd und wollen uns darüber austauschen.
Wie die Luft atmen wir die Gefühle und Stimmungen unserer Umwelt ein,
vermischen und verarbeiten sie mit unseren inneren Emotionen und schreien, singen oder tanzen alles wieder hinaus.

Mitfühlen heißt hier, mit lebendig sein, an diesem Strömen und Durchfluten teilzunehmen,
sei es eine Tanzparty, ein Konzert, ein Kreativworkshop, eine Kunstausstellung oder eine gemeinsame Wanderung.

Die Flut der Gefühle kann in Gruppen so mitreissen und umwerfend werden, dass auch Gefahren entstehen,
die Kontrolle über sich selbst und ja sich selbst zu verlieren.
Charismatische Gottesdienste, esoterische Wochenendkurse, eskalierende Demonstrationen, Wutausbrüche, ausufernde Parties, Schlägereien, Autorennen, …
es gibt vielfältige Beispiele explodierender Gefühle mit Grenzüberschreitungen, die einem später leid tun und viel Leid verursachen.

Mitfühlen darf aber nie heissen sich den Gefühlen anderer ohne eigene Kontrolle und Verantwortung anzuschliessen.
Nicht nur ich muss tolerieren, dass andere anders fühlen, auch ich muss diese Toleranz für mich fordern
und mir meinen inneren Freiraum eigenen Fühlens und Empfindens bewahren,
ja ihn als Teil meines Ichs verteidigen gegen jede Vereinnahmung, jede Verneinung oder jedes Verbot.
Viele lassen sich hier zu schnell betäuben, verwirren, einschüchtern oder überfluten und zumüllen,
so dass andere bestimmen, was und ob sie überhaupt noch etwas eigenes fühlen dürfen.

Mitfühlen hat als Voraussetzung, dass ich selbst immer neue Tiefen und Weiten ausfühle
in mir und in inspirierendem Austausch mit meiner Umwelt.
Je klangkräftiger meine Seele ist, desto besser kann ich mitfühlen und einstimmen.

Gerade Kinder haben hier einen schweren Stand.
Sie sind Gefühlsriesen, die so existenziell, so vielfältig, so kreativ, so ungewöhnlich und so stark empfinden können,
dass wir als Lehrer, Eltern, Erzieher mit all unseren Verkümmerungen und Traumatas in der Tiefe nicht mehr mitfühlen können.
Statt das zu akzeptieren und zu tolerieren, hagelt es Ärger, Neid und Verbote und man meint das Erziehung nennen zu müssen.

Gefühle beginnen weit vor dem Sprechen und Denken und sind daher unserem Körper näher.
Mitfühlen heißt daher immer auch für uns und andere sorgen, indem wir auf die Bedürfnisse und den Zustand unserer Körper achten.
Nur wer den Körper mit beachtet, kann Gefühle richtig einordnen, steuern und verstehen, kann Gefühle wachsen und aufblühen lassen.
Allein durch die Änderung unserer Atemfrequenz ändern sich unsere Gefühle.
Nach einem Schluck Wasser sieht die Welt anders aus.

Mitfühlen ist die Grundform ganzheitlichen Zuhörens und Zuhören ist ohne Mitfühlen nicht möglich.
Damit ist Mitfühlen aber oft etwas stilles, passives schweigsames, ein wachsames, tief bewußtes auf sich wirken lassen.
Es kommt mit kleinen Gesten, kurzen Sätzen aus und braucht viel Zeit, viel Erfahrung
und alle anderen Formen der Liebe, die sich in diesem schweigenden Mitfühlen konzentrieren.
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Bitten und Danken

In jeder Situation gibt es Möglichkeiten, um etwas zu bitten oder für etwas zu danken
oder zumindest dankbar zu sein oder Wünsche im Herzen hochsteigen zu lassen.
Beides sind Fenster unserer Seele, die wir zur Begegnung mit der Situation verwenden können.
Viele werden wir damit überraschen, denn selten werden sie noch genutzt.
Zuerst werden wir selbst verändert, wenn wir uns diesen Wegen zuwenden.
Es geht nicht mehr um unser Tun und wir sind nicht die Aktiven, die etwas Ermöglichenden.

Wir erkennen, was sich alles ändern würde, wenn der andere etwas beiträgt,
oder was sich schon verbessert hat, weil der andere so viele gute Dinge beigetragen hat.
Dieses Erkennen drängt zum Bitten und Danken, nicht nur das Spüren der eigenen Bedürfnisse
und des eigenen Mangels oder ungestüme Wünsche, die unbedingt die aktuelle Situation verändern wollen.
Danken drückt nicht nur die Freude über das Erhaltene aus,
sondern ist zuerst eine tiefe Anerkennung des Anderen, seiner Taten, seiner Haltungen, seiner Möglichkeiten!

Langsamkeit ist bei beidem wichtig, beim Erkennen und Empfinden dessen,
worum man bitten und wofür man danken will und beim Umsetzen von Bitte und Dank.
Viele werden aus Unsicherheit, Scham und Angst hier ganz hektisch und unsicher.
Verständlich, ist man doch beim Bitten oft schon enttäuscht worden.
Aber genau deswegen kann man zuerst ausloten, ob der andere offen für eine Bitte ist.
“Weisst Du, was mir jetzt gut täte?”
Oder ob es gerade passt tiefen Dank auszusprechen.
“Hast Du grad einen Augenblick Zeit für mich?”

Noch besser ist es zuerst überhaupt nichts nach aussen zu tun, ganz in sich zu verweilen
und nur diese beiden Seelenhaltungen des Bittens oder des Dankens einzunehmen,
mit bittender, dankender Seele die Welt zu sehen oder noch abgeschiedener mit geschlossenen Augen in sich zu spüren,
welche Bedürfnisse und Träume uns ergreifen oder aus welchem Glück der Wunsch zu Danken gespeist wird.

Manche meinen ja, dass wenn man sich nur immer wieder seine Wünsche ausmalt
und dann einfach im Alltag weitermacht, dass sich dann nach einiger Zeit vieles von selbst erfüllt.
Und oft sieht man etwas und ist so froh, dass es da ist und kann leider denjenigen,
die es mal erschaffen haben, garnicht mehr direkt danken.
Was habe ich mich oft schon von weitem über die Dörfer gefreut, in denen Freunde wohnten,
in denen so viel gute Arbeit, soviel Miteinander und soviel Heimat steckte, und ihnen allen soviel Gutes gewünscht.
Vielleicht geschieht es ja auch einmal, dass uns jemand unsere Wünsche von dén Lippen abliest, ohne dass wir sie aussprechen.

Zurück zur Situation. Es ist wirklich die Frage, ob ich Bitte und Dank ausspreche, ausdrücke und wenn ja wie.
Ich bin ja immer auch in einer Rolle, sei es als Lehrer oder Chef, als Kind oder Partner.
Da ist es oft schwer, mir eine Bitte auszuschlagen oder manche Bitte kommt selbst sehr freundlich formuliert als Forderung an.
Vielleicht überschreite ich mit beidem sogar die Grenze meiner Rolle für einen Augenblick,
weil es nicht üblich ist.
Eine Bitte soll keinen Zwang beinhalten, auch wenn vielen Sätzen mit dem Wort Bitte ein drohender Unterton innewohnt.
(Können sie bitte damit aufhören, ….)
Eine Bitte ist eine besondere Form des InBeziehung-Tretens, nicht nur eine Höflichkeit oder eine abmildernde Verpackung für Anklagen und Vorwürfe.

Es schwingt eine Anerkennung des anderen mit, dass er über die Möglichkeiten und Fähigkeiten verfügt etwas zu geben, zu tun oder zu veranlassen.
Und es schwingt eine Selbstoffenbarung von mir mit über ein Defizit, ein Bedürfnis, einen Mangel oder einen Wunsch.
Beides kann man in vielen Worten und Gesten ausdrücken, aber das kurze Wort “BITTE” enthält all das auch.
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Abgrenzen und heraushalten - einlassen, vertiefen und hineinknieen können

Liebe ist multipolar und dies sind zwei ganz wichtige Pole!
Beide Pole sind eng mit dem Verstehen und der Entschiedenheit verbunden. Beide erfordern viel klare Kommunikation.

Abgrenzen erscheint einfach, erscheint passiv, aber das ist es keineswegs.
Einmal muss ich mich abgrenzen und heraushalten, obwohl ich doch gerne dabei wäre, mich mitreissen lassen möchte,
gerufen, gelockt, gebeten werde und ja auch kein Spielverderber sein möchte.
Dann muss ich die andern abgrenzen und abhalten, die mich bestürmen und mich vereinnahmen wollen.
Und danach muss ich das schaffen, wofür und warum ich mich abgegrenzt habe.

Und hier verbinden sich beide Pole, denn ich grenze mich ab, um mich zu vertiefen, um mich hineinknien zu können.
Das gilt auch für Paare und Gruppen, indem wir uns ineinander vertiefen, grenzen wir uns von der Umwelt eine zeitlang ab.
Zuletzt muss ich noch zurückfinden, über die Brücken, die geblieben sind oder das mitteilen,
was mir aus meinem Abstand heraus aufgefallen ist, was ich in meiner Einsamkeit erkannt und geschaffen habe.
Wir möchten das vorführen, wofür wir uns im Verborgenen vorbereitet haben.

Soviel kann schief laufen bei diesem Abgrenzen, beim Heraushalten, aber auch beim Vertiefen und Einlassen.
Wir lassen uns ein und plötzlich finden wir uns in Bindungen wieder, die wir so nicht gewollt haben.
Wir wollen uns vertiefen, schaffen es aber nicht in die Tiefe vorzudringen.
Wir reden von heraushalten und beeinflussen doch vieles aus dem Hinterhalt, bleiben darauf fixiert aus der Ferne.
Wir versuchen uns von anderen und deren Aktionen abzugrenzen und können dennoch unsere Grenzen nicht schützen und Grenzüberschreitungen verhindern.

So bleiben diese beiden Pole ein beständiges Lernfeld der Liebe!
Es gibt so viele Formen der Konzentration, der Meditation, des Einlassens und Mitmachens.
Es gibt so viele Formen der Abgrenzung, des Abstands und der Distanz.
Alle diese Formen gilt es jeweils zu kennen, zu üben und kunstvoll miteinander zu verbinden!!!!!!!!

Aber der Lohn hier ist wirklich hoch, denn beides sind zentrale Netzknoten unseres Liebesnetzes und stärken alles um sich herum!
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( Letzte Änderung am 10.01.2013 )
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