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 (Links aus KE-Interaktion)  

Sozial und ökologisch Bauen und Wohnen

Durch Bauten und Einrichtungen werden ständig Langzeitstrukturen geschaffen!
Unter Fehlern in diesem Bereich leiden die Menschen und die Natur sehr lange.
Daher ist das soziale und ökologische Bauen ein zentrales Thema für das Kolibri-Ethos.

Verbessert werden können auch unsoziale Wohngegenden durch gut zugängliche Gemeinschaftseinrichtungen, Spielplätze und mobile Initiativen.
Besonders wichtig ist die Förderung der gegenseitigen Hilfe und Zusammenarbeit, der Kommunikation, der Naturerfahrung und die Berücksichtigung besonderer Bedürfnisse.

Links zu Initiativen und Konzepten

Mehrfamiliensiedlung
Anastasia-Siedlung

Ökosiedlungen
Ökosiedlung-Bamberg
www.Ökosiedlungen.de
Wikipediaartikel Ökosiedlung

Festplatz/Begegnungsplatz/Naturplatz/Spielplatzgestaltung
bolzplatzsuche.de
spielplatz-buehne.de
Konzept eines Abenteuerspielplatzes
Verwildern von Spielplätzen

Probleme und Vandalismus auf öffentlichen Plätzen insbesonders Spielplätzen


Geschichtliches:

ca. 1992 geschriebener Konzeptentwurf:

Arbeitspapier zur Neugestaltung und Erweiterung der Spielflächen in …………….
1. Bedarf
Dringend benötigt wird in ………. ein “kind- und elterngerechter” Familienspielplatz und/oder besser noch mehrere kleine geeignete Plätze.
Dieser Bedarf ergibt sich aus den geschichtlichen Entwicklungen, die eine Zerstörung der Spielmöglichkeiten und Spielplätze in der Natur oder ums Haus herum bewirkten, und aus vielen bei der bisherigen Spielplatzgestaltung und den vorhandenen Spielplätzen übersehenen oder kaum beachteten Aspekten (Erreichbarkeit, Attraktivität, spielpädagogische Vorüberlegungen und Konzepte, …..).

2. Geschichtliche Entwicklung der Notwendigkeit attraktiver Spielplätzen
Im Lauf der letzten Jahrzehnte ist das Bedürfnis nach Spielplätzen und Gemeinschaftsplätzen auch in den Dörfern enorm gewachsen. Gründe hierfür sind:
- Zerstörung von Dorf- und Spielplätzen durch Straßen bzw. das Abschneiden der Wege dorthin durch Straßen, die für Kindern bis zu 9 Jahren nur in Begleitung Erwachsener überquert werden können.
- Auflösung der Großfamilie
- Trennung des Arbeitsplatzes vom Haus und besonders vom Wohnort
- Mechanisierung der Bauernhöfe verbunden mit enormen Unfallgefahren für die Kinder
- berufstätige Mütter
- teuere und empfindliche Hauseinrichtungen (Möbel, technische Geräte, Glastüren, …), so daß körperliches Austoben und freies Bewegen im ganzen Haus für Kinder nicht mehr möglich ist.
- geringe Kinderzahlen, Einzelkinder oder mehrere Jahre auseinander liegende Kinder
- Pflasterung und Planierung vieler Naturflächen (bes. Wiesen) innerhalb der Gehöfte und auf Gemeindegrund, starker Ausbau des innerörtlichen Straßennetzes, Verschmutzung der Straßenränder mit bleihaltigem Dreck, Hundekot etc., Verschwinden von Hecken, Büschen, Hausbäumen infolge vieler Umbau- und Mechanisierungsmaßnahmen. Durch all dies wurden viele Spielmöglichkeiten und Erfahrungsräume der Kinder zerstört.
- Durch Auto, Fernsehn und hohe Mobilität (Umzüge, Bekannte in der Region/unbekannte Nachbarn) ist die Vereinzelung im Dorf größer geworden. Dies trifft die Kinder, weil sie nicht so mobil sind und stark von den Erwachsenen abhängig.
- Das Fernsehn ist in hohem Maße für Kinder attraktiv. Andererseits und fatalerweise macht es die Kinder zu passiven Konsumenten. (Es fehlt eine Verarbeitung der vielen konsumierten Filme in Rollenspielen, Malen, Gestalten, Abändern, …., in denen sich die Kinder das Gesehene aneignen, es nachspielen und nachvollziehen. Im Gedächtnis bleibt nur, was 5–10 mal wiederholt wird. Beim Fernsehn aber folgt Film auf Film und nichts bleibt hängen. (Nur die Namen der Serien wie “Disneyclub”, etc. bleiben jahrzehntelang im Gedächtnis. Die ständig neuen Filminhalte und Handlungen dagegen können schon kurze Zeit später nicht mehr erzählt werden und sind vergessen. Mehrmals gelesene Märchen können dagegen sehr wohl nacherzählt werden.)) Als Gegengewicht zum passiven Fernsehen haben Spielplätze, die die eigene Aktivität und Kreativität der Kinder fördern heutzutage eine enorme Bedeutung.(Computerspiele waren damals noch unbekannt, abgesehen von der bald einsetzenden Gameboywelle. Doch auch hier fehlt die reale Erfahrung mit allen Sinnen und die reale kräftige, lustbetonte, zielgerichtete, bis an die körperlichen Grenzen gehende Bewegung beim Spielen in der Natur!)

Familiengerechte Spielplätze sind aufgrund der geschilderten Entwicklungen eine dringend notwendige Entlastung für die moderne Kleinfamilie und ein wichtiger Ausgleich zu ihr und können die mit ihr verbundenen Vereinzelung und andere Schattenseiten gut ausgleichen.

Fazit: Spielräume, -möglichkeiten und -plätze sind nicht wie vor 100 Jahren automatisch in der Natur vorhanden und in der näheren Umgebung leicht erreichbar, sondern müssen gleichmäßig im Dorf verteilt, zurückerobert, gestaltet und geschützt werden.
Nur ein guter Spielplatz hat eine Chance und ist ein guter Ausgleich zu den immens vielfältigen und attraktiven Fernseh/Medienangeboten (inzwischen Computer…).

3. Anforderungen und zu berücksichtigende Aspekte bei der Spielplatzplanung, -gestaltung und -lokalisation
An einen Kinderspielplatz sind folgende Anforderungen zu stellen, wobei pädagogische, entwicklungspsychologische und soziale Aspekte, Zielgruppe (Alter der Kinder!), Einzugsbereich und Umgebungsstruktur eine große Rolle spielen:

3.1. Spielmöglichkeiten
Ein Spielplatz ist nicht nur Spielplatz, sondern auch Treffpunkt, Lebensraum, Naturraum, Visitenkarte des Dorfes und vieles andere mehr. Wenn hier dennoch mit dem Aspekt Spiel begonnen wird, dann mit der Einschränkung, dass dies nur ein Teilaspekt neben anderen ebenso wichtigen Aspekten ist.
Grundsätzlich sollten, um ein möglichst vielfältiges Spielen der Kinder zu ermöglichen und zu fördern und um dem Spielplatz eine hohe Attraktivität zu geben, Möglichkeiten zum funktionalen Spiel, zum werkschaffenden Spiel und zum Rollenspiel vorhanden sein.
3.1.1. Unter funktionalem Spiel verstehe ich, dass allen Kindern angeborene Ausprobieren ihrer selbst und ihrer Umwelt. Die Kinder wollen wissen und durch vielfaches Wiederholen erfahren, was sie mit ihren Armen und Beinen, mit einem Löffel, einer Schaufel oder irgendwelchen anderen Gegenständen machen können. Die Kinder wollen die Funktion begreifen und das Funktionieren immer wieder erleben. (vgl. Schenk-Danziger, Entwicklungspsychologie)

3.1.1.1. Funktionales Spielen und Erleben des eigenen Körpers
In Bezug auf ihren eigenen Körper ist die Triebkraft des funktionalen Spiels die angeborene Lust der Kinder, all die Bewegungsmöglichkeiten ihres Körpers in freier Bewegung oder mithilfe einer Spielstruktur zu erfahren, auszuprobieren und zu üben.
Rennen, Klettern, Tanzen, Hüpfen, Krabbeln, Ringen, … sind spielerischen Grundbedürfnisse der Kinder, die man ihnen nicht aberziehen sollte, sondern die wo immer möglich zu fördern sind!

Möglichkeiten zum funktionalem Spiel mit dem eigenen Körper bietet beispielsweise folgende Spielgeräte:
- eine freie Fläche zum Rennen und Laufen
- Tunnel zum Krabbeln
- Kletterseil/Kletterstangen (wichtig für die Arm-, Schulter- und Bauchmuskeln)
- Trapez (Arm-, Bauch- und Rückenmuskeln)
- Schaukeln
- Rutschen
- Reck
- Hügel/schiefe Ebene
- Geschicklichkeitsspiele (siehe unten)

Auf jedem Spielplatz sollten Spielmöglichkeiten vorhanden sein um zumindest die Arm-, Schultern- und Bauchmuskeln zu üben und nicht nur die Beine! (Angesichts der einseitigen Belastungen durch ständiges Sitzen, dem Fehlen körperlicher Betätigung, etc. ist dies zur Eindämmung von Haltungsschäden, späteren Rückenschmerzen, etc. dringend erforderlich.)
Wichtig ist es, Spielgeräte zu wählen, die vielseitiger verwendbar sind und die Kinder auch stärker zum Spielen animieren. (Ein Kletterseil oder ein Trapez ist vielseitiger und lockt die Kinder mehr als das Eisengestänge eines Recks.)
Ein Spielplatz ist kein Fitnesscenter, in dem einzelne Muskelgruppen getrennt trainiert werden. Ganzheitliche Körpererfahrung, Spaß an spielerischer Bewegung und Ausprobieren aller Möglichkeiten des eigenen Körpers sollte im Vordergrund stehen. Dies spricht dann mehr für kombinierte Klettergerüste, die verschiedene Übungsmöglichkeiten gleichzeitig bieten, oder für komplexere Klettergerüste (Kletterbaum, Spinnennetz, ….). Wenn mehrere Kinder an einem Gerät turnen, rutschen, kriechen oder balancieren können, ermöglicht dies gleichzeitig viele wichtige, soziale Erfahrungen (s.u.).

3.1.1.2. Funktionales Spiel mit der Umwelt (Gegenstände, Vorrichtungen, Strukturen, ….)
Jedem Spielgerät auf dem Spielplatz begegnen die Kinder zuerst, indem sie funktional damit spielen und es ausprobieren. (Belastbarkeit testen, begreifen, bewegen, mit der Kreide ziellos die Tafel bemalen, Sand schaufeln, …) Erst mit bekanntem und erprobtem Spielgerät spielen die Kinder zielgerichtet, werkschaffend oder beziehen es in Rollenspiele ein.
Säuglinge und Kleinkinder können mit jedem Gegenstand funktional spielen. (zerknittern und zerreißen von Blättern und Papier, ausreißen von Gras, Lehm motzen, Sand buddeln und essen, schlagen mit Ästen, biegen und brechen, mit Wasser panschen, …)
Ältere Kinder spielen mit immer komplexeren und multifunktionalen Spielgeräten (Dreirad, Fahrrad, Auto, Geräuschinstrumente, Klang- und Orffinstrumente, Flöte, Gitarre, Klavier, Werkzeug, Maschinen, …)
Sofern der Spielplatz nicht völlig blankgefegt ist, finden jüngere Kinder schnell etwas zum Ausprobieren. Dabei muss akzeptiert werden, dass die Natur leidet und Büsche zerrupft werden etc. Es sollten eigens dafür entsprechende Gewächse in ausreichender Zahl gepflanzt werden. Für ältere Kinder können folgende anspruchsvolleren Geräte eventuell an einem extra Platz für die Älteren aufgestellt werden:
- Schusserbahn
- Fahrradübungsstrecke
- Fahrradstrecke mit kleinem Hügel (vgl. BMX-Bahn)
- Klangstäbe
- Pedalo
- Sandbagger
- Klettergerüst mit Kran
- Großkreisel
- Pendelball

3.1.2. Werkschaffendes Spiel ist jedes Spiel, bei dem die Kinder mit einer Vorstellung oder einem Plan an ein Material oder Gegenstände herangehen. Es ist die Spielform, die uns Menschen zu Menschen macht. Meist sind zur Realisierung der Idee Werkzeuge und mehrere Arbeitsschritte notwendig. Oft misslingt ein Werk, sieht plump, ungelenk, …. aus. Man kann kaum erkennen, was die Kinder eigentlich darstellen wollten. Wer aber über solche kindlichen Werke lächelt, übersieht, welche enorme und tolle Leistung die Kinder vollbrachten, als sie den Plan zu ihrem Werk fassten und den Mut hatten trotz geringer Fähigkeiten und unüberwindlicher Schwierigkeiten (und dann auch noch belächelt) trotz alledem, ihre Idee zu realisieren. Wie viele Erwachsene trauen sich dies nicht mehr, weil man ihnen als Kinder dieses “Menschsein” aberzogen und es lächerlich gemacht hat.

Einfache formbare Materialien regen meist von selbst die Kinder zum kreativen Gestalten an. Folgende Materialien sollten daher den Kindern auf den Spielplätzen angeboten werden:
- Sand
- Wiesenblumen, lange Gräser (kein kurzgeschorener Rasen)
- Holz (z.B. größere Rundlinge, Holzzylinder, Holzziegelsteine)
- Kreidetafel und Malwand unter einer Überdachung

weitere Materialien können von einem Spielplatzwart (s. u.) wochenweise oder (von der Natur) nur zu einer bestimmten Jahreszeit angeboten werden.
- Stroh
- Altkleider zum Verkleiden (s. u. Rollenspiel)
- Decken, Tücher, Seile
- Lehm
- Schnee
- Wasser
- Tapeten und Wasserfarben
- Papier
Sicher wird von den Kindern selbst auch immer wieder etwas mitgebracht. Besonders wenn sie durch eine Hütte mit kleinen Schränkchen für jedes Kind über einen geschützten, eigenen, privaten(!) Aufbewahrungsraum verfügen (s. u.).

3.1.3. Aufgrund der großen Bedeutung des Rollenspiels für das soziale Verhalten von Kindern und ihre eigene Charakterentwicklung und -entfaltung sollte ein Spielplatz auch hierfür Möglichkeiten und Anreize bieten:
Gute Anreize sind:
- eine Hütte mit Eckbank, Tisch, Holzherd, Fernseh- und Bettattrape.
- eine Puppenbühne (event. als ein Fenster in die Hütte integrierbar), Handpuppen zum Ausleihen
- Spielgeräte in Tier-, Maschinen- oder Fahrzeugform (Pferd, Auto, Sandkran, Sitzbagger)
“Das Rollenspiel ist Teil einer eigenständigen Kinderkultur” (Rollenspielekartei)

3.1.4. Möglichkeiten zur Erfahrung und zum Erleben mit allen Sinnen (Gleichgewichtssinn, Geruchssinn, Tastsinn, Gehör, …)
- Brummstein
- Klangstäbe
- Cimbeln
- Triangeln
- Holzblocktrommeln
- Telefonrohre
- Möglichkeiten zum Experimentieren mit Rythmen, zum Ausprobieren von Klängen und zum Erzeugen von Geräuschen (ohne daß es gleich jemand stört z.B. an einem etwas für sich gelegenem Spielplatz wie in Xxxxxx oder an einer Spielestation an einem Spazierweg)
- Verschiedene Pflanzen und Kräutern mit intensivem Geschmack oder Geruch (Sanddorn, Johannisbeere, Melisse, …..)

3.1.5. Geschicklichkeits-, Koordinations- und Konzentrationsspiele

- Basketballkorb zum Üben,
- Ringe werfen, Clown werfen
- Zippzappwippe
- Balanzieren, Balanziertisch mit nur einem Stahlfederstandfuß,
- sich drehende schiefe Ebene
- Großkreisel
- Trampolins

3.1.6. Umwelt- und Naturerfahrung (Obstbäume, Kräuter, (z.B. Johannisbeer- und Sanddornbüsche), Wasser, Insekten, Sonnenuhr, Windspiele, Wetterfahne, Kleintiere (vgl. Jugendfarm in Erlangen)
Buschalleen, Buschlabyrinthe und Kreise zum Rennen und Verstecken, Weidenhäuser,

3.1.7. Regel- und Strategiespiele (ab 8 Jahre: Badminton, Fußball, 6-Steine-Mühle, …)

3.1.8. Soziale Spielgeräte
- breite Rutsche, auf der mehrere Kinder nebeneinander rutschen können
- Kletternetz, kombinierte Geräte,
- Geräte mit Anstellen (Rutschbahn, Tunnel, Zippzappwippe)
- Leiterwagen (Zusammenarbeit beim Fahren und Ziehen)
- gemeinsames Tapetenbemalen
- Klangstäbe
- Hütte, Tische und Bänke
- Schaukeln für mehrere, Hängematte
- Zelte, Bauwägen
- Karusell
- Fahrradstrecke
- Rollenspiel/Handpuppentheater
- Leintuchspiele

3.2. Berücksichtigung der Eltern und Großeltern
Eltern und besonders Großeltern, die immer häufiger auf kleine Kinder aufpassen oder sie nach dem Kindergarten betreuen, führten als Begründung für einen attraktiven Spielplatz an, daß sie dadurch enorm entlastet werden. Im Übrigen kann ein Spielplatz die Spielmöglichkeiten einen Privathauses durch dort nicht realisierbare Spielmöglichkeiten ergänzen (vgl. besonders die sozialen Spielmöglichkeiten)
Um den Eltern und Großeltern den Besuch des Spielplatzes auch attraktiv zu machen und ihren Aufenthalt dort zu verschönern, sind auch für sie Möglichkeiten zum Ausruhen, zum Geselligen miteinander und zur Betätigung zu schaffen:
- Überdachte Tische und Bänke
- Teeküche
- Spiele für die Erwachsenen (Badminton/Federball, Indiaka, Hometrainer)

3.3. Bereiche für verschiedene Altersgruppen
Nötig ist eine getrennte Planung von Spielgeräten, Spielbereichen oder sogar Spielplätzen für mindestens drei Altersgruppen. Unterteilt werden sollte in Bereiche für 0–5 jährige mit Eltern/Großeltern, 6–9 jährige und 10–12 jährige. (Jugendliche s. u.) Zwischen diesen Altersgruppen ist aufgrund enormer Unterschiede, verschiedenster Ansprüche und Fähigkeiten zu differenzieren. Es hat keinen Sinn, Spielgeräte auszuwählen, die für alle geeignet sind. (Nicht einmal Sandkasten, Schaukel und Rutsche werden von allen Altersgruppen gleichermaßen angenommen.)

3.4 Kombination mit einem Gemeinschafts-, Fest- oder Grillplatz
- Jeder Spielplatz kann ohne viel zusätzlichen Aufwand zum Treffpunkt und Gemeinschaftsplatz für alle Generationen gemacht werden (vgl. Bank auf dem Xxxxxx Spielplatz als Treffpunkt für ältere Mitbürger / vgl. Großfamilie).
- Besonders die Eltern der Kinder werden durch einen Spielplatz zusammengebracht und ihre Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe wird erleichtert.
- Dafür sollten am Spielplatz nicht nur zufällige Treffs möglich sein, sondern der Spielplatz sollte so gemeinschaftsfördernd angelegt sein, dass sich verabredete und regelmäßige Treffs bilden.
- Die Nutzungsmöglichkeit als Treffpunkt erhöht die Attraktivität und die Ausnützung des Platzes. Auch am Platz selbst ist mehr los (Soziales, Ideen, Beziehungen, Heimat).
- Für einen Treffpunkt besonders bei schönem, aber auch kühlerem Wetter müsste der Platz mit Tischen, Bänken, Überdachung, Hütte mit Teeküche ausgestattet sein.

- Fest- oder Grillplatz: Viele Erwachsenenfeste gelingen besser, wenn auch für die Beschäftigung und Betreuung der Kinder gesorgt ist. Dies lässt sich am einfachsten am Kinderspielplatz verwirklichen. (vgl. das Sommerfest im Kindergarten, bei dem die Kinder ihre Eltern weit weniger in Beschlag nahmen und vom Miteinanderreden abhielten, als bei anderen ähnlichen Festen, bei denen die Kinder ihre Eltern über den Festplatz dirigieren (Kirchweih).)
Der Festplatz sollte vor allem für kleinere private Feiern und Lagerfeuerabende geeignet sein.

3.5. Probleme mit Hunden und Katzen
- Einzäunung der Spielplatzes, besonders der Bereiche für kleinere Kinder und des Picknickbereichs (eventuell mit selbstschließenden Türchen als Schutz kleinerer Kinder vor der Straße)
- Abdeckbarer Sandkasten für Kleinkinder

3.6. Zentrale Lage des Spielplatzes
- Erreichbarkeit für kleinere Kinder (Entfernung unter 500 m) das heißt: Alle Spielplätze, die am Ortsrand angelegt, oder von Siedlungen mit kleinen Kindern zu weit entfernt sind, können nur von 10–12 jährigen als Spielplätze genützt werden. Entsprechend sind sie zu gestalten (Abenteuerspielplatz). Der Bedarf an Spielplätzen für 0–10 jährige wird durch abgelegene Spielplätze nicht gedeckt. (Wenn müssen für die Eltern attraktive Angebote da sein, um sich dort gerne aufzuhalten und hinzufahren/laufen.)
- Überqueren von gefährlichen Straßen für 5–9 jährige
- Spielplätze sollten an Spazierwegen angelegt sein, oder Spazierwege zum Spielplatz hin angelegt werden.
- Je weiter ein Spielplatz vom Dorf entfernt ist, desto eher wird er demoliert und verdreckt.
(- Die auf die Nachmittagsstunden begrenzte Lärmbelästigung durch einen Spielplatz sollte einer zentralen Ansiedelung des Spielplatzes nicht im Wege stehen. Bei Straße wird selbst eine starke nächtliche Lärmbelastung von vielen Bürgern toleriert und nach einer kurzen Eingewöhnungszeit nicht mehr wahrgenommen.)
- Besser ist es viele Spielestationen und Treffpunkte (Bänke) für Eltern und Kinder an Spazierwegen oder übers Dorf verteilt anzulegen, als einen abgelegenen Spielplatz ganz am Dorfrand zu bauen.

3.7. Spielen im Winter und bei schlechtem Wetter
- Überdachung bei Regen (Sandkasten, Schaukel, Bänke, Tische…)
- Hütte/Teeküche
- Eventuell lässt sich auch eine leerstehende Scheune als kleines Spielplatzgelände für Schlechtwettertage einrichten, oder eine Scheune in der Nähe des Spielplatzes wird einbezogen (z.B. auch als Lager für Spielematerial).

3.8. Spielplatzwart
Durch einen Spielplatzwart oder mehrere Betreuer des Platzes können die Spielmöglichkeiten und die Attraktivität eines Platzes enorm erhöht werden:
- Der Spielplatzwart könnte einmal pro Woche ein festes Spieleangebot machen (2 Stunden lang, Weitergabe von Spielideen, Animation zu Rollenspielen, …. vgl. Spielmobil, Kirche unterwegs, …)
- Aus einem verschlossenem Raum könnten die Mütter, solange sie anwesend sind bestimmte Spielgeräte entleihen. Schlüssel gegen Gebühr beim Spielzeugwart.
- Betreuung der Pflanzen und Tiere mithilfe der Kinder (vgl. Jugendfarm)
- Betreuung des Platzes und der Geräte (TÜV, Entlastung der Gemeindearbeiter, die sonst ständig auf Unfallgefahren kontrollieren müssten)

3.9. Jugendtreffpunkt
Es ist unbedingt notwendig gleichzeitig mit einem Spielplatz einen Raum mit Außengelände für die Dorfjugend zu schaffen, da diese sonst sofort den Spielplatz zu ihrem Treffpunkt macht, besonders gilt dies für Spielplätze, die mit mehreren Sitzgelegenheiten ausgestatten sind bzw. einer geräumigen Hütte, oder Spielplätze, die abseits liegen, so dass sich dort ungestört “eine rauchen” lässt.

3.10 Eigenbeteiligung der Eltern
- Beteiligung bei der Gestaltung des Spielplatzes
- Beteiligung bei der Gestaltung eines Programms für den Spielplatz (Spiele im Herbst, Drachensteigen, Lagerfeuer, ….)
- Beteiligung der Eltern an den laufenden Kosten auf Spendenbasis
- leere Hütte, die von den Eltern eingerichtet, mit Geschirr etc. bestückt wird.

4. Der Spielplatz im Dorf (Berücksichtigung von Umgebungsstrukturen)
Die hier geäußerten Erwartungen an einen Spielplatz lassen sich unter dem Motto: “Das ganze Dorf ist als Lebenswelt der Kinder ihr Spielplatz” leicht auf das ganze Dorf übertragen. Das bedeutet einerseits eine Entlastung. Der Spielplatz selbst muß nicht alles leisten, wenn andere öffentliche Plätze dies leisten, Plätze, die die Kinder ansprechen und häufig von ihnen besucht werden, oder wenn die häusliche Umgebung bei allen Kindern etwa eine intensive Naturerfahrung schon ermöglicht.
Andererseits ist es notwendig und nahe liegend zu überlegen, wo sich außerhalb der Spielplätze die Kinder im Dorf aufhalten (Gehsteige, Bushäuschen, Wiesen, alter Fußballplatz, Spielstraßen, …) und ob sich diese inoffiziellen Spielplätze nicht in das Gesamtkonzept integrieren lassen. Sicher finden sich dabei viele Gelegenheiten und Plätze, um Spielmöglichkeiten im Dorf zu verteilen und zu gestalten, besonders an Stellen, die die Kinder bereits angenommen und als geeignet erkannt haben (fest aufgemalte Hüpfspiele, Übungsstraßen zur Verkehrserziehung, Malflächen, Schaukeln, Balanzierstrecken, Lehrwege mit Informationen über Bäume, Pflanzen, Ortsgeschichte, Badeweiher, etc., ).
Eine solche Verteilung von Spielgeräten ist viel wirkungsvoller und schöner, als die Anhäufung von Geräten auf einem Spielplatz. Außerdem wird hierbei die Konzentration auf ein Spielgerät oder eine Spielform verbessert und das Spielen dadurch vertieft. Wichtig ist es auch, daß man am Ortsbild erkennt, hier ist ein kinderfreundlicher Ort, bei dem nicht Verkehrsplanung, Denkmalsschutz, Dorfbegrünung, Industrieansiedlung und andere kostspielige Maßnahmen auf Kosten der Kinder betrieben werden.
Überhaupt haben die Kinder das Recht ähnlich hohe finanzielle Zuwendungen und große Flächen zu erhalten, wie die Autos und daher sollte ein ordentlicher Kinderspielplatz keine Geld- oder Platzfrage sein.

5. Auflistung und Beschreibung vorhandener Spielplätze und Flächen unter Einbeziehung privater Grundstücke, die Kindertreffpunkte darstellen.

Diese Auflistung ist erst noch in Zusammenarbeit zu erstellen.

6. Auflistung möglicher zusätzlicher Spielflächen oder Spielestationen an Fußwegen bzw. Vorschläge zur Neugestaltung vorhandener Plätze / Vorschläge für einen Festplatz


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( Letzte Änderung am 10.01.2013 )
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