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und Worte
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Das Auslegen







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 (Links aus KE-Interaktion)  

Sparen Was jeder tun kann Peak Oil Terminmärkte Geschichte Gegenargumente

UPDATE 01/2017
Heute nur ein kleiner Hinweis auf die Studie zur Sektorkopplung von Volker Quaschning.
Er zeigt sehr gut, dass es noch ein weiter Weg ist, komplett den Ausstoss von CO2 zu drosseln.
Der Strombedarf würde sich damit mehr als verdoppeln und aus dieser Sicht haben wir erst 10% CO2-freien Strom erreicht.
Andererseits meint Prof. Heindl in seinem Energieblog, dass ab 2025 der Bedarf an Öl sinkt und damit die Reserven der Ölstaaten wertlos werden.

UPDATE 10/2016
Aufsehen erregt gerade eine neue Methode Ethanol aus Strom und in Wasser gelöstem CO2 zu gewinnen (Biosprit aus CO2). Verfahren für Ethanol aus Kohlenmonoxid oder Methanol aus Kohlendioxid oder Erdgas aus durch Elektrolyse erzeugtem Wasserstoff werden schon länger untersucht, aber dies hier ist um einiges besser! Die Forschung in diesem Bereich ist enorm. Interessant ist auch der Einsatz von Mikroben und Algen, die mit CO2 gefüttert werden. Wirtschaftlich sind diese Wege jedoch heute und hier nicht, da für den Überschussstrom aktuell ein hoher Preis zu zahlen ist und der Wirkungsgrad als Faktor diesen mindestens verdoppelt.
All diese Wege könnten den Erdölpreis weiter niedrig halten und die Abkehr des Großkapitals von “Carbonanlageformen” verstärken - mit all den unabsehbaren Folgen (Russland, Venezuela, …).
Eine weitere wichtige Entdeckung kommt aus dem deutschsprachigem Raum: Materialforscher des Paul-Scherrer-Instituts PSI in Villigen und der ETH Zürich haben die Nanoordnung der Graphitflocken in den Anoden bestehender Zellen durch rotierende Magnetfelder verbessert und können so die Ladekapazität enorm steigern.

UPDATE 12/2015
Zwei neue Entwicklungen bei den Redox-flow Batterien senken deren Kosten enorm und verbessern die Einsatzmöglichkeiten. Als Elektrolyte werden nicht mehr teuere Vanadiumsalze sondern Kunststoffe oder organische Materialien in wässeriger Lösung verwendet.
Zur Verbilligung von Solarstrom hier noch eine weitere Idee: Kegelförmige, rotierende Solarzellen mit Freniuslinsen.
Interessant sind auch die Ansätze mit Photonenantennen den WIrkungsgrad zu verbessern.

UPDATE 10/2015
In Bereich Energiemärkte ist in den letzten zwei Jahren enorm viel passiert. Die Investitionen in erneuerbare Energien haben die in konventionelle bereits 2013 überholt.
Seit Juli 2015 beginnen Versicherungen und andere langfristig orientierten Anleger “Karbonaktien” abzustoßen. Billionen Dollar werden da umgeleitet!
(Gründe sind die sinkenden Gewinnmargen durch steigende Produktionskosten bei niedrigeren Preisen aufgrund der Konkurrenzsituation etwa am Ölmarkt, nicht nur die Konkurrenz der neuen “Energiequellen” wie Wind, Sonne und Energiesparen!)
Selbst in Frankreich merkt man, dass es billiger ist in Südfrankreich und an der Atlantikküste Windkraftwerke zu bauen, als neue Atomreaktoren.
Da der Wind in der Nacht die Speicher füllt und mittags der Solarüberschuss Spitzen ausgleicht, sinkt die Auslastung der Ausgleichs- und Reservekraftwerke und diese beginnen unrentabel zu werden.
Trotz steigendem BIP und trotz höherer Ausstattung mit elektrische Großgeräten sinkt der Stromverbrauch seit 2011. Die privaten Verbraucher steigen auf neue und meist stromsparendere Geräte oder Lichtquellen um und auch die Industrie oder die öffentliche Hand verringern kontinuierlich ihren Stromverbrauch.
Die Kopplung der europäischen Strommärkte wird verbessert und insbesondere die Anbindung von England und Deutschland an die Speicher in Norwegen, sowie die Verbindung miteinander und zu Frankreich (über die Niederlande) ausgebaut. (DE, GB und FR verbrauchen 50% des europäischen Stroms).

Beispiele zu Entwicklung der Stromwende weltweit.
Reunion ist durch die Kombination von Gewächshäusern oder Fischteichen und Schatten spendenden Solaranlagen auf dem Weg bis 2030 sich komplett mit Energie selbst zu versorgen bei gleichzeitigem starkem Wirtschaftswachstum. Die Gewächshäuser und Teichhäuser sind für die Gärtner und Fischzüchter kostenlos. (ARTE: Future.mag und Eric Scotto) Neue riesige Solarkraftwerke mit der Leistung von Kernkraftwerken sind in Marokko und Indien geplant. Sie werden aber überschattet von den vielen kleinen und größeren Anlagen, die weltweit in immer größeren Stückzahlen verkauft werden.
Windkraftanlagen an Land lassen sich durch neue am Turm befestigte, sich selbst verlängernde Kräne deutlich billiger bauen.
Am Anfang stehen die Stromspeicher auf Batteriebasis. Doch auch hier zeichnet sich eine rasante Entwicklung in DE und weltweit ab. Neue Anlagen werden mehr und mehr gleich mit Stromspeicher bestellt.

Noch Zukunftsmusik: Wege und sogar Strassen können stromerzeugende Solaranlagen sein. Erste Prototypen sind aktuell im Test. (vgl. auch die Entwicklng der Solarfenster und der gebäudeintegrierten Energieerzeugung)

Insgesamt ist das eine erfreuliche Entwicklung und macht die Stromwende bald erreichbar.
Insgesamt fehlt aber noch sehr viel, um auch Öl und Kohle im Bereich Mobilität oder Heizung deutlich zu reduzieren! (Überblick: hier)

UPDATE 12/2013
Istsituation: Erdöl steuert mehr als ein Drittel des globalen Primärenergieangebots bei und mehr als 95 Prozent des Energiebedarfs beim Transport.
Der Verbrauch an Kohle ist weiter weltweit ständig mit über 2% am steigen.
Dank Fracking und Teersande ruhen sich alle entspannt aus und sehen Peakoil in weiter Ferne.
Doch das alles ist eine sehr dreckige, gefährliche und trügerische Verschiebung.
Auch wenn erst in 20 Jahren kein Heizöl/Diesel mehr da ist, müssen wir heute aktiv werden.
Dazu diese alte Warnung zum Thema Wachstumsgrenzen:


Was nötig ist: Eine Stromwende, eine Wärmewende, eine Mobilitätswende, eine Produktionswende und eine Müllwende.
Energiewende verkürzt das Problem auf die Stromwende, wobei Strom am wenigsten Primärenergie verbraucht und die teilweisen Erfolge hier (20% schon!) als Ruhekissen misverstanden werden.
Alternativ tut sich eine Menge:
Flüssige Luft als Energiespeicher und der Bereich Druckluft (7% des Strombedarfs der Industrie) als Einspar- und Regelleistungspotential!
Zitat aus www.energieagentur.nrw.de
“Ein erhebliches Energieeinsparpotenzial schlummert in den Druckluftnetzen vieler Unternehmen. Druckluft wird in fast jeder Produktionsstätte genutzt und zählt zu den teuersten Energieformen. Gleichwohl gibt es im Bereich der Druckluft oftmals erhebliche Energieverluste:

● Nichtnutzung der Abwärme (bis 94 %)
● Leckagen (bis 30 %)
● fehlende Kompressorsteuerung (bis 25 %)
● minderwertige Technik (bis 15 %)
● ungenutzte Substitutionspotenziale (bis 15 %)
● Druckverluste (zwischen 6 und 10 % pro bar)”

Tanks mit flüssiger Luft stehen bei vielen Firmen. Die Erzeugung kann mit überschüssigem Strom erfolgen und unter Verwendung von bisher nicht nutzbarer Abwärme von 50–120 Grad kann man damit Generatoren betreiben und Strom erzeugen. Flüssige Luft läßt sich gut speichern und transportieren.
Neue Rekorde bei den Solarzellen (20,8% bei (Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid) CIGS-Dünnschichtzellen) bei weniger Materialverbrauch und geringeren Kosten (Müllproblem am Ende der Laufzeit!).
Neue Ergebnisse bei der Batterieforschung.
Redox Flussbatterien speichern flüssige Elektrolyte in Tanks und können so grosse Energiemengen speichern (Batteriezukunft.de: Verbesserungen bei Flussbatterien).
Carbazol und ähnliche Verbindungen können Wasserstoff speichern und abgeben. Drucklos und ohne das Risiko von Knallgasexplosionen läßt sich so Wasserstoff lagern. (Pilotprojekt in Erlangen) Carbazol ist zwar giftig, kann aber in einem geschlossenem System mit Wasserstoff beladen und entladen werden.
Vakuumröhrenkollektoren mit Aquasystem in Verbindung mit Fernwärmenetzen oder als ganzjährige Heizungsunterstützung. (Solarthermie holt über 90% von der Sonne ab. Photovoltaik nur 15%! Und das eingesparte Heizöl hätte nochmal einiges zum Schlot rausgeblasen!)
Die ersten Grosskraftwerke mit Kollektorlinsen sind fertig und der neue Rekord dieser Solarzellen liegt bei 44,7%.
Selbst produzierter Strom ist mittlerweile billiger als der Bezug beim Energieversorger. Dadurch ergibt sich ein Ungleichgewicht neben der bestehenden Bevorzugung von Firmen hinsichtlich der Netzkosten, aber gleichzeitig haben sich auch die Kosten für den Import von fossilen Energieträgern in den letzten 10 Jahren verdoppelt.
Politisch tut sich nicht viel! Noch immer nicht wird mit der flächendeckenden Austattung von Mehrfamilienhäusern mit Solarthermie begonnen.
International wird durch im Rahmen des MICROSOL-Projekts mit dem Bau kleinerer autonomer Solarthermieanlagen mit Wärmespeichern in Afrika begonnen.
Indien, das lange die Klimaverhandlungen blockiert hat, baut Solarkraftwerk in der Grösse von 4 AKWs (AKWs erreichen im Durchschnitt auch nur zu 60% Verfügbarkeit, wie Solarthermiekraftwerke mit Wärmespeicher).
Neue vertikale Windräder auf Strassenlaternen aus Kanada:

(Schon klar, dass vertikale Windräder einen deutlich geringeren Ertrag bringen. Die Kosten bei Kleinwindrädern sind außerdem größer. Wenn jedoch die Herstellungskosten gering sind (Massenfertigung, Bausatz) und die Aufstellung im Rahmen von Laternen, Strommasten oder Gebäuden günstig zu haben ist, kann das dezentrale Strompreisniveau von Solarzellen erreicht werden.)

Bei Desertec ist eine eigenständige Entwicklung in Nordafrika zu erwarten, die erst ab 2030 mit Europa gekoppelt und vernetzt wird.

Kleine Zusammenfassung der aktuellen Stromspeichermöglichkeiten.

UPDATE 06/2013
Altaerosenergies präsentiert eine weitere Möglichkeit fliegende Windräder zu bauen.
Youtube-Link

Gute Idee für dezentrale Kleinwindmühlen:

(Weitere http://www.vortexwindfunnel.com/Products.html )
UPDATE 12/2012
Siehe http://www.desertec.org/de/aktuelles/
Neue Idee: Bei Kohlekraftwerken teilweise Biomasse oder im Sonnengürtel mit entsprechenden naheliegenden Flächen Solarthermie einsetzen. Damit lassen sich alte Kraftwerke weiter nutzen. Sie bleiben als regelbare Kraftwerke am Netz und es muss weniger Kohle gefördert werden.
Neue Idee: Flüssige Luft als Energiespeicher für überschüssigen Ökostrom einsetzen. Die Abwärme beim Verdichten oder die “Abkälte” beim Entspannen kann genutzt werden. Zum Entspannen kann industrielle Abwärme mit niedrigen Temperaturen oder solare Wärme verwendet werden (Wirkungsgradverbesserung). Der Wirkungsgrad ist an sich niedrig (13%−20% bei Klimaanlagen- oder Motorenvergleich). (Links: Flüssige Luft als Energiespeicher, 30 Mio Klimaanlagen in Kairo brauchen Strom!, der Brite Toby Peters und der britische Erfinder Peter Dearman (oder hier), siehe auch Druckluft, um die Verdichtung in stationären Motoren zu ersetzen und den Wirkungsgrad zu erhöhen )
Flüssige Luft kann als Druckluft direkt Motoren oder Fahrzeuge antreiben (Energiedichte und Reichweite?).
Bei kleineren Windkraftanlagen mit Druckluftproduktion kann man sich das Getriebe sparen http://www.windsmart.ca/the-windsmart-system/!
Aktuell scheint weltweit ein enormer Ausbau an erneuerbaren Energien stattzufinden (China, arabische Staaten, Irland, Indien, ….)!
Idee Im Norden Russlands an Land Windparks aufzubauen und den Strom nach Europa zu exportieren.
Idee Lageenergiespeicher, kombiniert mit Wasserkraft: http://eduard-heindl.de/energy-storage/Energiespeicher-Erneuerbare.html
Der grosse Energieverbrauch bei der Meerwasserentsalzung bringt viele Staaten dazu CSP Anlagen zu planen oder zu bauen! Die Wasserknappheit fördert den Ausbau von Solarthermischen Stromkraftwerken.

Große Batterieblocks sind verfügbar: http://www.kolibri-ag.com/de/kolibribigblock.html
(Und können kleinräumig auch bei LKWs eingesetzt werden: Containertransport Tanken=Batterieblockwechsel)
Neue spiegelnde Beschichtungen verbilligen die Kosten von Parabolspiegeln.
Idee: Blindleistungen in Solaranlagen zu speichern,
um damit mehr Übertragungskapazitäten im Überspannungsnetz zu haben.
http://www.sma.de/loesungen/expertenwissen/pv-kraftwerke-die-zukunft-der-versorgungsnetze.html
http://www.sma.de/loesungen/medium-power-solutions/expertenwissen/sma-verschiebt-die-phase.html
Überhaupt kann man mit aktuellen Wechselrichtern von PV-Anlagen und ihrer dezentralen Lage
einiges an Netzdienstleistung erbringen.

Aber: Regelenergieprojekte in Dtl. werden reduziert, da durch Wind und Solar die Anzahl der Stunden, in denen Regelenergie benötigt wird, abgenommen hat.
Aber Verwendung von Herbiziden in Solarparks statt Biomassenutzung, …


Open Source Hardware. http://opensourceecology.org/
Besonders bei Kleinwindanlagen können regionale Handwerker viele Teile selbst herstellen, günstig anbieten und warten.
Interessant ist hierbei die Idee der Open Source Hardware! Siehe
http://www.klein-windkraftanlagen.com/allgemein/open-source-windkraftanlagen-selbstbau-durch-schwarmintelligenz/
http://windempowerment.org/
http://www.ted.com/conversations/2043/the_global_village_constructio.html
deutscher Artikel: http://www.innovationstuntmen.com/?p=1577


UPDATES 09/2010:

Fakten zur Parabolrinnen-Technologie
Aktuelle News zu CSP
Vorbildprojekte von Solar Millennium
Milliardenverschwendung mit der Sonne
(Zum letzten Artikel: Die Mehrkosten betragen 30%. Dafür erhält man mehr lokale Versorgungssicherheit. Beides ist abzuwägen. Entscheidend ist die Verfügbarkeit von billigen Stromspeichern für eine lokale Lösung. Ansonsten muss mehr transportiert werden. Hierbei ist die europäische Einigkeit gefragt, damit die Durchleitungskosten stabil und verlässlich niedrig bleiben.)
In Kalifornien wird mit dem Bau von 4 großen Anlagen begonnen. Weitere Anlagen in Chile, Israel, … sind geplant. Solarservernews
In Marokko ist eine große Anlage geplant: Beschreibung Weltbankinitiative Ausschreibung
Grundlagenartikel CSP Solarwärmekraftwerke
Grundlagenartikel Solarthermie:
“Solar heating and cooling technologies, however, have a very different distribution, with the vast majority of units in China, followed by Turkey, Germany and Japan, and the highest concentration of these technologies in Cyrpus and Israel.”
Warum Solarthermie so wenig wahrgenommen wird, obwohl die Leistung (2008: 150 GWth) und das Wachstum (20% pro Jahr) PV und Wind in vielen Ländern überflügelt.
“In short, its effectiveness is not measured by what is done but by what does not need to be done”


(geschrieben 2004–2005)

TREC und MENA - gesamteuropäisch Alternativenergie produzieren

Vision für Europa

Zusammenspiel von Wind, Sonne und anderen Wegen für Europa
(Quelle trecers.net, Wind in Tunesien ergänzt)

Energie? Energie ist wirklich genug da!!! (siehe Grafik) Nur beim Erdöl müssen wir uns für die kommenden Generationen einschränken.
Klar sind Solarzellen noch sehr teuer, wenn auch nicht mehr lange, um in Deutschland oder gar weltweit Energieprobleme lösen zu können.
Klar steht noch kein Solarwärme-Kraftwerk in Nordafrika und keine HGV-Leitung verbindet Windmühlparks aus Marokko mit Europa.
Klar weht der Wind bei uns nicht Tag und Nacht, auch wenn er gewaltiges leistet.

Warum sind wir aber in Europa nicht in der Lage europaweit und ein bisschen weiter zu denken?
In Marokko weht der Wind Tag und Nacht und aufgrund der Passatwinde besonders im Sommer. Europaweit gleichen sich Wind und Sonnenenergie aus. Hier weht öfter und mehr Wind, dort scheint mehr Sonne und kann mehr Biogas produziert werden. (Das belegte schon 2001 die Studie von Gregor Czisch!)
Mit Druckluft lässt sich Wind, mit Salzschmelze Sonnenwärme speichern und Biogas kann ebenso wie Wasserkraft flexibel eingesetzt werden.
Im Norden kann beim Heizen im sonnenarmen Winter als Nebenprodukt Strom produziert werden. Im Süden produziert man Strom nebenbei bei der Trinkwasseraufbereitung (TREC und MENA). Auch die Geothermie kann europaweit einen ordentlichen Beitrag leisten. (Bis 2025 können in Deutschland 2-4 Atomkraftwerke ersetzt und hunderttausende Häuser beheizt werden.)

Warum wurden zuerst die Solarzellen in Europa gefördert und nicht die billigeren und flexibleren Solarwärmekraftwerke, die seit Jahrzehnten schon Strom produzieren oder die energiesparenderen Sonnenkollektoren? Erfreulicherweise wird derzeit die Produktion von immer preiswerteren Dünnschicht PV-Modulen explosionsartig gesteigert (Oerlikon Solar-End-to-End-Produktionslinie), die Kollektorzellen gehen in die Massenproduktion und immer neue Konstruktionen und Typen werden serienreif. Doch hat die Solarwärme neben der billigeren Spiegelfläche immer noch den Vorteil der mehrstündigen Speicherung und zeitversetzten Stromproduktion.
Neue Generationen von Batterien ermöglichen aber nicht nur den Betrieb von Elektroautos, sondern auch die dezentrale Speicherung und den Einsatz als Regelenergie.

Die Ideen sind da, die Konzepte sind da, das Geld ist da!
Nur wir sparen noch nicht und können aus Trägheit und historischen Gründen unseren Erdölweg nur sehr langsam (vielleicht zu langsam) ändern. Vielleicht erhoffen wir uns auch zuviel von den Visionen Wasserstoffzeitalter, Methanhydrid und Kernfusion. Der Ölknick oder Peak Oil hat uns inzwischen aber schneller aus unseren Träumen aufgeweckt, als uns lieb war.
“Da die Planung und Errichtung eines Kraftwerks bis zu zehn Jahre dauert, sind die nächsten Jahre das entscheidende Zeitfenster für den Umbau der Energiesysteme. Bei einer möglichen Laufzeit von rund 50 Jahren fallen heute die Entscheidungen zur Energiestruktur bis 2060.” (Quelle: wallstreet-online.de)
Der Irakkrieg hat bisher mehr als 1500 Milliarden Dollar gekostet. Der höhere Ölpreis kostet die Welt jährlich ebenfalls mehr als 1500 Milliarden Dollar. Die aktuelle Wirtschafts- und Bankenkrise vernichtet Geld in weit größerem Umfang.
Die Lösung der Energiefragen mit Wind- und Solarwärmekraftwerken als zentralem Element ist nach neueren Studien mit 420 Milliarden Dollar für die USA und mit ähnlichen Summen auch für Europa möglich.

Nur ein Bruchteil der Sahara empfängt bereits den Weltenergiebedarf von der Sonne
25km x 25km oder 625 qkm reichen für Deutschland


Links zu verschiedenen Konzepten:

TREC und MENA: “Das DESERTEC Konzept sieht vor, im Nahen Osten (the Middle-East) und Nord-Afrika (MENA) mit Hilfe von Solarthermischen Kraftwerken und Windparks die Wasserentsalzung und Stromerzeugung voranzutreiben und den sauberen Strom dann mittels HVDC-Leitungen (High Voltage Direct Current = Hochspannungs-Gleichstromübertragung) in diese Länder und ab 2020 (mit insg. nur 10–15% Übertragungsverlust) bis nach Europa zu leiten.”
NEU: zu Solarwärmekraftwerken ist eine neue Übersicht (PDF) von bine.info erschienen!
Die Erlangener Firma Solarmillennium hat einen Kurzfilm zu Andasol I und II auf der Startseite.
Das ergänzende Konzept zu TREC, ebenfalls mit alternativen Energien, aber mehr lokal erzeugt und mit einem hohen Sparanteil, beschreibt als “Dezentrale Energieversorgung” die Uni Paderborn (siehe auch diese Diskussion des großen Plans).

Saharawind und Passatwinde aus Marokko zur ganzjährigen stabilen Versorgung mit Windenergie (aktuelle Windvorhersagen für Marokko, für Essaouira oder für ganz Europa)
Trinkwasserstrom aus Nordafrika und Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation (TREC)
Solarwärmekraftwerke in Spanien siehe auch: http://www.zeit.de/2006/26/T-Sonnenenergie
Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung

Links zu einzelnen Lösungen

DruckluftSpeicherKraftwerke
VIDEO: The Combined Power Plant
Solare Wärmespeicher bei 2-300°C für Prozesswärme und konstante Stromversorgung (Vorstellung des Speichers)
Speicherung von solarer Wärme in Salzschmelze oder in billigem Beton
HochspannungsGleichstromTrassennetz (siehe auch: Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation (TREC) )
neues Patent zur HGÜ mit drei Polen und Überlastungsschutz
Schwimmende Windkraftanlagen (Fundamenteübersicht Offshorewindanlagen) und Montagemöglichkeiten bei hohem Seegang

Studien - Übersichten

Aktueller Photovoltaik-Markt 2009ff: Studie von Greentech Media und Infomail
(Verbilligung des Preises von derzeit über 3$ auf 1,5$ pro Watt Leistung und damit Netzparität in Deutschland, bis 2012 Fertigungskapazität von 27 GW pro Jahr)

Netznutzungsentgelte und Netzinfrastruktur

Derzeit werden über Netznutzungsentgelt Milliarden von der Stromindustrie eingenommen, aber nur ein kleiner Anteil davon wirklich zur Modernisierung der Netze verwendet. Das Geld, das da ist und für die Netze gerechnet wird, würde ausreichen, eine HGÜ-Leitung nach Nordafrika zu bauen, insbesonders wenn der Betrieb vereinfacht und Verluste verringert werden. (In den Iran ist ja auch eine Gaspipeline geplant.) Steht die Leitung, ist es rentabel Strom zu erzeugen und die Abwärme für die Trinkwassergewinnung zu nutzen. Auch innerhalb Deutschlands oder nach Norwegen machen HGÜ-Leitungen wegen der damit verbundenen Einsparungen auf Dauer Sinn (China baut gerade eine 1400 km Leitung). Leider dauern Netzplanungs- und entsprechende Genehmigungsverfahren enorm lange, so dass gerade in Deutschland die neuen Windparks auf See noch lange nicht an die Verbraucherzentren angeschlossen werden können. Richtung Nordafrika hat noch keine konkrete Leitungsplanung begonnen! Der Anschluss des enormen Wasserkraftpotentials in Norwegens über eine HGÜ-Seeleitung, die in den Küstenzentren von Deutschland, Holland, Frankreich und England endet, ist ebenso nirgends Thema.

Sparen! Sparen! Sparen!

Für alle Energiequellen, einschließliche der Energiequelle Sparen, sind Erntefaktoren zu berücksichtigen.
Wie viel Energie wird für die Gewinnung einer Kilowattstunde Nutzenergie benötigt oder wieviel Nutzenergie kann man mit dem Einsatz einer Kilowattstunde bisheriger Energie ernten. Beim billigen Öl lag dieser Wert bei fast 20. Einige alternative Energien (Biodiesel) und kleinvolumige oder schwer zu erreichende Ölvorkommen bieten nur einen Erntefaktor von 3–5! Damit wird sich Energie verteuern und muss gespart werden.

Sparmaßnahme: intelligente Motorsteuerung (Elektromotoren mit angepasster Leistung)
Sparmaßnahme: Sparpotential der industriellen Drucklufterzeugung
Sparmaßnahme: Lichtquellen (hocheffiziente LED-Lampen mit nano-imprint lithography)
Sparmaßnahme: intelligente Stromzähler mit Webinterface, die einzelne Verbraucher über steuerbare Zwischensteckdosen steuern können
Sparmaßnahme: Netzfreischalter, schaltbare Zwischensteckdosen, Powermanager, Energiesparadapter, …
Sparmaßnahme: Isolierdämmung (mit und ohne Vakuum), Wärmepumpen
Sparmaßnahme: Elektroautos
Sparmaßnahme: Feuerholz sparende Öfen (weltweit), moderne Heizungsanlagen (Wintergebiete weltweit)
Sparmaßnahme: Kraft-Wärme-Kopplung und Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung
Sparmaßnahme: Kälteerzeugung in der Nacht (bes. Großverbraucher und bei Kältenetze in den Städten)
Sparmaßnahme: Solare Heizungsunterstützung und solare Kühlung besonders bei Mehrfamilienhäusern
Sparmaßnahme: Niedrigenergie/Passivhaus
Sparmaßnahme: Reduzierung des Straßennetzes
Sparmaßnahme: Güter auf die Schiene
Sparmaßnahme: Maßnahmen im Flug- und Schiffsverkehr
Sparmaßnahme: Isolierglasfenster der neusten Generation
Sparmaßnahme: “Grüne Rechenzentren” und stromsparende PCs
Sparmaßnahme: Hohlkörper in Betondecken und viele andere Materialeinsparungswege
Sparmaßnahme: …..

Zur relativ unbekannten Idee der Kraft-Kälte Kopplung und der Kältespeicherung: “Ich kann ganze Kraftwerke abschalten, wenn ich die Kälteerzeugung auf die Nacht verschiebe” (Spiegel.de: Kühlung aus dem Heizkraftwerk siehe auch unten das Video über den Klimaanlagenbazillus)

Faktor 4 beschreibt das Ziel mit der halben Energiemenge und einer doppelten Ausnutzung dieser Menge eine Steigerung um 400% zu erreichen.

Was kann jeder tun?

Ein schöner Überblick über die effektivsten Sparmaßnahmen für jeden einzelnen findet sich bei Utopia.de: Die größten Hebel
Überhaupt sind Einsparungen der Weg, der sofort und am effektivsten beschritten werden kann, im kleinen wie im großen Rahmen.
Daneben ist der Umstieg auf alternative Stromanbieter wichtig, um den Aufbau neuer Energieinfrastrukturen zu beschleunigen.
Moralisieren demotiviert nur und bringt wenig. Jeder hat sicher seine Schwächen und seine Bereiche stärkerer Energieverschwendung, die er nicht sofort beenden kann. Wir müssen einander motivieren, Stück für Stück uns und unsere Wirtschaft zu verändern und uns vom erreichten motivieren und nicht vom noch zu vollbringenden demotivieren zu lassen.
Mieter können ältere Kühlgeräte durch vakuumisolierte ersetzen, mit Steckdosenausschaltern oder Netzfreischaltern den Standbyverlust reduzieren oder mit dem Vermieter über Solarthermie (Vakuumröhrenkollektoren mit Spiegelhintergrund) sprechen.
Hauseigentümer können mit Wintergärten, sinnvollen und abgestimmten Isolierungen, Solarthermie und Netzfreischaltern einen Beitrag leisten. Bei Mehrfamilienhäusern bringt Solarthermie enorme Einsparungen und sollte von Mietern und Vermierter gemeinsam aufgrund der beiderseitigen Vorteile in Angriff genommen werden.
Kleine Windräder oder Hauswindanlagen sind nur bei entsprechenden Gegebenheiten sinnvoll. Hier könnten neue zeitgesteuerte Modelle mit senkrechten Rotoren und Verdeckungen an Hausecken oder Dachkanten bei entsprechender Lärmreduktion den eigenen Stromverbrauch decken. (Langsames horizontales Drehen stört weniger als schnelldrehende Propeller.) Eine gute Marktübersicht findet sich hier. Preislich beginnen kleine Modell (WINDGENERATOR AIR X LAND 12V/400 W) schon bei 1000.-€. Allerdings ist der Preis pro kWh dabei höher als bei großen Windanlagen, selbst wenn man die Netzverluste einbezieht, die bei dezentralen Anlagen eingespart werden. Leider schmälern die Windgutachten, die auch bei kleineren Anlagen gefordert werden die Rendite (ev. seit der letzten Novelle des Gesetzes veränderte Rechtslage bzw. fordern nicht alle Behörden dieses Gutachten, Auslegungsspielraum?) . Billiger ist eine durch eine Kleinwindanlage erzeugte Kilowattstunde in jedem Fall gegenüber einer mit Dieselgeneratoren erzeugten. Bei netzfernen Standorten wird dies seit Jahren zum Einsparen von Diesel genutzt.

Für Menschen mit vielen kurzen Autofahrten bieten Elektroräder eine gute Möglichkeit Energie zu sparen, will man nicht gleich auf Fahrräder umsteigen (siehe auch E-Bikes und E-Roller, Elektrodreiräder oder Elektromobile). Mit den neuen Nabenmotoren lassen sich schicke, leichte und preiswerte Elektrofahrzeuge bauen.

Auch durch unser Essverhalten (weniger tierisches Eiweiß, mehr europäische Pflanzenvielfalt), durch neue Einkaufswege (www.abokiste.de), … kann enorm Energie gespart werden.

In der eigenen Gemeinde kann bei Baumaßnahmen zumindest das Verlegen von Leerrohren für eine spätere Wärme/Kälteleitung vorgeschlagen werden, ebenso das Einplanen von zentralen Wärmespeichern für Sonnenwärme (oder KraftWärmeKopplung) in Neubaugebieten.
Die hohen Kosten für das Neuverlegen von Wärmeleitungen verhindern viele effektive dezentrale Formen der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung.

Gemeinsam können Bürgerinnen und Bürger ein Bürgersolaranlage oder ein Bürgersonnenkraftwerk in Deutschland aufbauen. Noch besser wäre der gemeinsame Aufbau eines kleineren Solarthermiekraftwerks im Ausland, angeschlossen an eine Hotelanlage oder ganz als Entwicklungsprojekt. Solche Anlagen können die weltweite Ungerechtigkeit beim Zugang zu Energie und Strom verringern und senken ebenfalls den weltweiten Ölverbrauch, indem uneffektive Dieselgeneratoren abgeschaltet werden können.

Links zu neuen (alten) Ideen

Photovoltaikzellen mit Fresnellinsen oder Hologrammen, Konzentratorzellen mit 40% Wirkungsgrad, Perl-Solarzellen mit fast 25% Wirkungsgrad
“thermophotonischen Zellen, die nicht nur Licht, sondern auch Wärme in Strom umwandeln können”, um die Abwärme von Kraftwerken oder gespeicherte solare Wärme zu nutzen. (siehe: Thermophotovoltaik und Thermophotonik)
Runde Photovoltaik-Stabmodule von Solyndra (Solarserver: Produkt des Monats 04/2009)
Kältespeicher für Nachtkälte und Winterkälte statt Klimaanlagen (vgl. frühere Eisspeicher der Brauereien bis ca 1960)
Solare Kühlung/Klimatisierung durch Parabolrinnen, die Dampf für Maschinen und Strom erzeugen
Wärmespeicher für Neubaugebiete und Fernheizungen
Wellenkraftwerke
Dezentrale Kleinkraftwerke/Blockheizkraftwerke (Wasserwirbelkraftwerk)
Senkrechte unsichtbare (Kapsel oder Horizontalstern) Windgeneratoren
Integration der vorhandenen Notstromversorgungsanlagen in die Netzversorgung
Elektroautobatterien als Speicherkraftwerk
“Die großtechnische Holzvergasung und Nutzung des Gases in einem Kombikraftwerk verspricht auch für Holz bis anhin unerreichte Wirkungsgrade.” (Quelle: http://www.verenum.ch/Publikationen/TN_HKG_8_06_HGK.pdf Feinstaubarme BlockHeizKraftWerke (BHKW) mit Holzvergasung und einer Gasturbine erreichen 45% Wirkungsgrad, bei Wärmenutzung im Winter sogar noch mehr)
Druckluftspeicherung der Windkraft dezentral und mit Nutzung der anfallende Kälte beim Entspannen der Luft oder bei DruckluftSpeicherkraftwerken (auch AA-CAES-Kraftwerke, Advanced Adiabatic Compressed Air Energy Storage) mit Zwischenspeichern der Wärme zur Erhöhung des Wirkungsgrades (bis zu 70%).
Schiffe mit Segelunterstützung oder rotierenden Zylindern (Flettnerrotoren mit Magnuseffekt, erzeugter Unterdruck an der Vorderseite zieht nach vorne ( Gegenwindfahrrad, Gegenwindfahrrad2)) um Treibstoff einzusparen
Die Kombination eines Heliumballons und eines Windrads präsentiert die Firma Magenn.com. Falls die Probleme mit dem verdrillen lösbar sind, hat das Windrad den Vorteil, ohne teueren Mast den stetigen Wind über 150–300 m Höhe nutzen zu können. Die Größe und damit die Einzelleistung ist aus technischen Gründen begrenzt.

Links zu Aktionsgruppen, Grundinformationen und erfolgreichen Umsetzungen

Solarkraftwerke in Spanien und USA


About Peak Oil

Weg in die Weite,
jetzt ist noch Zeit.
Vor Augen die Pleite
gar nicht so weit.

Jetzt noch der Überfluss
für Unsinn, Müll und Überdruss.
Irgendwann die Rezession
mit Armut, Hunger, Depression.

Der Weg muss Umkehr heißen!
Wer kann eine andere Zukunft weisen?

(HH, Herbst 2007)


Update: Auf der PeakSeite habe ich noch einige neuere Infos zusammengestelt: Globale Peaks

Infos zu den verschiedenen Peak Oil Themen

Aktuell (April 2009) hat die Finanzkrise den Ölpreis und den Verbrauch enorm verringert. China und die USA setzen auf Solarenergie, wobei China das Geld dazu hat, die USA und andere Staaten nicht mehr. Weltweit werden teuere neue Öl-Förderprojekte gestoppt. Dadurch ist die Gefahr eines erneuten massiven Preisanstiegs sehr groß.
Lesenswert ist der Zeitleserartikel von Bernd Ohm: Der Ölknick und der neuere Beitrag der Blätter für deutsche und internationale Politik: Peak Oil: Der globale Krieg ums Öl
Derzeit ist das Thema sehr aktuell und wird es die nächsten Jahre bleiben.
Der Artikel ÖLFÖRDERUNG IN CHINA und Pumpen bis zum Umfallen zeigt, wie nur noch mit erheblichem Mehraufwand die Fördermengen der alten Felder zu halten sind. (China hat vorgesorgt und diese Entwicklung kommen sehen.)

Die bisherigen Optimisten und Vertreter eines lange reichenden Ölreichtums ändern ihre Meinung erstaunlicherweise:
“Nun jedoch vollzog die Internationalen Energieagentur IEA eine glatte Kehrtwende: Man werde die eigenen Schätzungen für das weltweite Ölangebot in Kürze nach unten korrigieren, teilten IEA-Vertreter via “Wall Street Journal” mit.” und es werden detaillierte Szenarien für “Eine Welt ohne Öl - wie sich unser Leben verändern wird” durchgespielt.
(Siehe Spiegel vom 23. Mai 2008 zur neuen überraschenden Energiekrise)
Da der, der kein Geld für Diesel hat, auch keines hat Nahrungsmittel zu erzeugen und zu transportieren, sinkt leider auch die Nahrungsmittelproduktion und vergrößert die Probleme der Teuerung weiter.
Entweder haben die Kritiker recht und die arabischen Staaten haben tatsächlich jahrelang falsche Zahlen bei den Ölreserven angegeben oder es wird durch die Terminmärkte Geld in eine Ölpreissteigerung angelegt. Uns bleibt nur “Sparen, beim Essen und beim Fahren”. Die Zeit der billigen Nahrungsmittel ist vorbei. (Spiegel.de)
Die Wahrheit liegt zwischen den Botschaften:
“Institutionelle Frühwarnsysteme haben versagt, mit drastischen Konsequenzen für die Industrie und Verbraucher“ …. “Die IEA und Mineralölkonzerne haben über Jahrzehnte die irreführende Botschaft ausgesendet, dass es auf sehr lange Sicht genügend Öl gäbe, die Preise niedrig blieben und angeblich keine Erdöl-Vermeidungsstrategien nötig seien. Dies hat sich als fataler Irrtum erwiesen.“ (Hans-Josef Fell, energiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen)
oder
“Während gängige Prognosen noch Kurven jährlich steigender Fördermengen anzeigten, ergeben Husseinis Berechnungen eine Abflachung, und zwar schon seit 2004. Genauso alarmierend: Dieses Produktionsplateau werde bestenfalls 15 Jahre anhalten, danach werde die Förderung von konventionellem Öl “allmählich, jedoch irreversibel sinken”.” (Quelle: Spiegel.de)
und
“Mit dem Argument, Öl sei heute und zukünftig knapp, begründen derzeit manche Rohstoffexperten den Preisauftrieb. Derweil gibt es handfeste Gründe, das Argument anzuzweifeln. Der weltweite Ölverbrauch stieg von 1980 bis einschließlich 2006 nach Angaben des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) von 21,81 Milliarden Barrel (ein Barrel – Fass – entspricht 159 Litern) um 31 Prozent auf 28,51 Milliarden Barrel. Im selben Zeitraum wuchsen die bekannten Reserven um 81 Prozent auf 1,2 Billionen Barrel. „Dadurch“, so Michael Bräuninger, Geschäftsführer und Leiter des Kompetenzbereichs Wirtschaftliche Trends beim HWWI, „stieg die statische Reichweite der Ölreserven von rund 30 Jahren in 1980 auf mehr als 42 Jahre im Jahr 2006.“

Die Reichweite wird eher wachsen als abnehmen, erwartet Bräuninger und verweist als Beispiel auf den neuen Ölfund vor der brasilianischen Küste vor einigen Wochen. „Wie viel Öl noch unter der Arktis liegt, ist umstritten. Nach Schätzungen …. ein Viertel aller noch nicht entdeckten Öl- und Gasvorkommen der Erde“, erklärt Bräuninger.” (Quelle: Focus.de )

Die eine Position berücksichtigt zu wenig, wie stark Spekulationen, Krisenherde und politische Einflussnahme den Ölpreis treiben und die zweite Position verkennt, dass immer kleinere Felder mit weit höheren Förderungskosten gefunden werden. Derzeit treiben die Gründe beider Positionen zusammen den Preis und reduzieren dadurch die Sparguthaben, die Renten, die Rücklagen und die Löhne unzähliger Menschen weltweit. Wird dies nicht gestoppt, können Dominoeffekte weite und verheerende Kreise ziehen.
Leider zeigen die Terminmärkte (2009 bis 2012) für Öl, Strom und Nahrungsmittel steil nach oben und lassen befürchten, dass der Endkunden-Strompreis nicht erst 2020, sondern schon 2014 oder noch früher den für so extrem gehaltenen Preis der Solarstromvergütung erreichen wird (Grid Parity) und damit die Dauerdiskussion “Milliardenzuschüsse für die ‘so unrentable’ Photovoltaik” zum Schweigen bringt. (Die Stromerzeugungskosten für eine KWh durch ein Dieselstromaggregat betragen 31,7 Cent bei einem Dieselpreis von 115 Cent/Liter oder 12 Cent bei einem steuerfreiem Dieselpreis von 43 Cent/Liter ohne Kosten für das Aggreat. Hier wurde der Solarstrompreis bei aktuell 150 Cent/Liter Diesel schon überschritten. Zuzugeben ist aber auch, dass die Solarindustrie in Deutschland durch das EEG sehr gefördert und diese Förderung auch ins Ausland exportiert wurde.(vgl. die Diskussion in Photon und die letzte Entgegnung hier)
Andererseits liegt Windenergie schon länger unter den Rohölkosten: “Bei einem aktuellen Rohölpreis von umgerechnet 73 Euro pro Barrel und einer angenommenen Effizienz bei der Energiewandlung von 50 Prozent, … lägen die Kosten für eine Kilowattstunde (kWh) bei 9,12 Cent gegenüber 8 Cent pro kWh für Windenergie.” (These von Prof. Dr. Joachim Peinke, Physiker an der Universität Oldenburg, ohne Berücksichtigung weiterer Kosten bei der Umwandlung von Rohöl in Nutzenergie))

globaler Peak Oil
Peak Oil des leichten einfach zu fördernden Erdöls (in der Vergangenheit?)
Peak Oil des billigen Erdöls (2006–2008?)
Peak Oil des gesamten Erdöls (2025–2035?)
Peak Fossil aller fossilen Energieträger (?)
Unumkehrbarkeitspunkt des Klimawandels (in der Vergangenheit?)

(Die Hauptargumente für den Peak Oil:
Angaben der Ölreserven sind überzogen
Seit Jahrzehnten wird immer mehr verbraucht und immer weniger gefunden.
Der Energieverbrauch der Welt ist seit 1970 gewaltig gestiegen (300% oder 30% beim Erdölverbrauch?) und steigt weiter.
Die großen Felder mit billig zu förderndem Öl sind weltweit über ihrem Fördermaximum
In neue kostspielige Technik wird zu wenig investiert)


Unser Weg kann nicht Modell sein!!!

Das muss auf jeden Fall klar sein:
Die Dichte des Straßennetzes in Deutschland, die Autos pro Einwohner, der Energieverbrauch pro Einwohner, die Flugreisen pro Einwohner, ….
All das kann nicht der Maßstab für die Menschheit werden und sein.
Nicht einmal die wachsende wohlhabende Mittelschicht aller Länder kann so auf Dauer leben!
Unser Weg kann nicht Vorbild sein und muss geändert werden!!!

Andererseits sind die meisten Fahrten Fahrten zur Arbeit, zum Einkaufen oder notwendig für wichtige soziale Kontakte. Infrastruktur und weltweite Anbindung sind Erfolgsfaktoren für wirtschaftliche Standorte. Ohne eine wirtschaftlich-soziale Umstrukturierung kann der Energieverbrauch kaum sinken.

Leider werden Solarzellen heute nicht produziert, um in entlegen Gebieten Stromquellen zu schaffen, und Windmühlen nicht zuerst in Ländern mit geringem BIP aufgestellt.


Das jetzt schon verschwendete Geld und die Terminmärkte

Pro Jahr zahlt die Welt 1500 Milliarden oder 1,5 Billionen Dollar mehr für die erzeugten 30 Milliarden Barrel Rohöl, wenn der Preis sich um 50 Dollar erhöht hat, oder bekommt dies als Konjunkturspritze, falls der Preis sinkt. Der Produktionspreis pro Barrel liegt immer noch unter oder bei 20 Dollar, auch wenn mehr teures Öl gefördert werden muss.
Auf den Terminmärkten wurde 2006 und 2007 das Öl für die Jahre 2008-2010 für 60$ den Förderländern abgekauft. Liegt jetzt der Preis bei über 130$, kann man mit dem Verkauf der damaligen Lieferverträge gut verdienen.
Heute wird auf den Terminmärkten den Förderländern das Öl für den Zeitraum 2010–2016 für über 130$ abgekauft. Unter 200$ wird dieses Öl am Liefertermin kaum weiterverkauft. Daher rechnen viele mit einem Ölpreis auf immer neuem Rekordniveau in den nächsten Jahren. (Für Strom gilt dasselbe, Der Forward-Strompreis für den Großhandel hat sich von 2007 auf 2009 um 100% erhöht! Ergas steigt bereits dieses Jahr um weitere 40%. (Strompreisinfos unter ZfK.de))

Gigantisch Geldmengen fließen dadurch an drei zentrale Stellen:

  1. Die Förderländer
  2. Die Zwischenhändler, Terminhändler und Unternehmen (mit entsprechenden Lagerkapazitäten)
  3. Den Staat, der die Steuern einnimmt (und für höhere Renten … wieder ausgeben muss/sollte)

Es findet wie bei den Zinsen eine gewaltige Umverteilung statt.

Würden wir weniger, statt immer mehr verbrauchen, würde der Preis sinken. So aber verdienen viele nicht schlecht und nützen all das Geld auf ihre Weise. Uns fehlt es, um Alternativen aufzubauen!
Besonders Amerika zahlt durch den Irakkrieg doppelt, einmal für den enormen Ölverbrauch der militärischen Aktionen und für die vom Irakkrieg mitverstärkten Ölpreiserhöhungen.

Quellen zur Frage der Terminmärkte, der Geschäfte und der Geldflüsse:
In der Zeit ist jetzt ein Artikel erschienen, der diese Aussagen vertieft. Es findet eine globale Machtverlagerung statt!
Die neuen Mächte
Auch die Welt hat das Thema jetzt aufgegriffen. Öl beschert Golf-Staaten sechs Billionen Dollar
Zitat: “Die Finanzkrise haben arabische Staatsfonds bereits massiv genutzt, um sich Anteile an internationalen Großbanken zu kaufen – damit bekommen sie Zugriff auf das empfindliche Nervenzentren der Weltwirtschaft.”
“Allein in den Emiraten haben sich bislang 800 deutsche Firmen niedergelassen. Die deutschen Exporte haben sich binnen zehn Jahren auf rund sechs Milliarden Euro vervierfacht.”
(Siehe auch: EU-Milliarden versickern weltweit wirkungslos)

Von daher sind hohe Steuern auf Importöl dann sinnvoll, wenn sie zum Einsparen verwendet werden.
(Es begab sich, dass sich ein europäischer Poitiker bei den Öl-Scheichs über den hohen Öl-Preis beklagte. Diese erwiderten: “Kein Problem, in Zukunft schenken wir euch das Öl. Dafür teilen wir die Steuern, die ihr auf Mineralölprodukte bei euch im Land erhebt.” Wenig angetan von dem Vorschlag plauderte der Politiker von nun an mit den Ölscheichs nur noch über Renn-Kamele und Falkenzucht. aus Kommentar zum Welt.de-Artikel)


Zentren in Dtl

Solarforschung im Deutschen Luft und Raumfahrtzentrum Institut für Technische Thermodynamik

Aktuelle Artikel (2007)

20.11.2007: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26650/1.html
Vorträge zum 10. Kölner Sonnenkolloquium Juni 2007
DLR Nachrichten 109 - Sonderheft Solarforschung 2005
Solarenergie zukünftig auch nachts: DLR gelingt Durchbruch mit neuem Wärmespeicher 7. November 2007
Bakterien in Termiten produzieren Super-Sprit
Video: Fortschritte der Windenergie
Video: Bau einer Windkraftanlage
Video: Solarturm in Spanien
Video: Solarenergie in Israel
Über den Klimaanlagenbazillus und solare Kühlung
Patente, Videos und ausgefallene Projekte auf bushtrash.com (Berlin)
Idee der Erzeugung von Druckluft mit Windkraft und deren vielfältige Nutzung

globale Links
http://www.wind-works.org/
sinkende Fördermengen
Energiebilanz von Solarzellen
10 Fakten zu SolarWärmeKraftwerken
Spannend ist die Fresnel-Kollektoranlage in Australien. Diese Anlagen benötigen weniger Land und kommen mit flachen Spiegeln aus.

Links zu Zahlen und Fakten, sowie weiteren Themen

Internet und Computer brauchen Energie in der Größenordnung des Luftverkehrs, sparen aber auf mehreren Ebenen Energie ein!
Darstellung des Energieausgleichs zwischen Klimazonen (nördlich und südlich der Alpen, Griechenland/Türkei und Nordsee, Marokko-Tunesien-Krim-Dänemark-Irland)
Zahlen zum Gesamtverbrauch
Energiegehalt der landwirtschaftlichen Abfälle und unserer täglicher Essensabfälle (ca 250–500ml Benzin essen wir täglich an Energie, dieselbe Menge fällt als Bioabfall bei der Herstellung bzw. als Klärschlamm an und kann einen prozentualen Beitrag leisten.)
Weltweit werden derzeit ca 20 GW Windleistung pro Jahr installiert.
Eine KWh Strom einer dezentralen Anlage ist nicht mit einer KWh Strom eines Großkraftwerks gleichsetzbar. Besonders in entlegenen Gebieten liegen die Kosten für das Netz und die Netzverluste im zweistelligen Prozentbereich.
Einen schönen Überblick über die WIndkraft weltweit bietet http://www.energyprofi.com/jo/Ausgewaehlte-Laender-V-Windenergie.html energyprofi.com.
Leider sind einige Länder wie Marokko mit einem riesigen Potential nicht in der Lage den eigenen Strombedarf zu decken und ihr Potential zu nutzen. Im Gegenteil, die hohen Erdölkosten fressen alle Devisen auf und verlangsamen einen weiteren Ausbau.


Geothermie

“99 Prozent unseres Planeten sind heißer als 1000 °C; ca. 90 Prozent des Rests sind immer noch heißer als 100 °C. Geothermie stammt zum größten Teil (geschätzt: 50–70 Prozent) aus radioaktiven Zerfallsprozessen, die in der Erdkruste seit Jahrmillionen kontinuierlich Wärme erzeugt haben und heute noch erzeugen.” (Quelle: Wikipediaartikel Geothermie)

Wasserkraft und Solarwärme

Beides sind die ältesten Energiequellen der Menschheit.
Der Solarkollektor wurde im 17 Jahrhundert erfunden und trotz eines guten Erntefaktors sind Solarkollektoren immer noch eine Seltenheit auf Dächern von Mehrfamilienhäusern und in den Städten. (In China fanden sich in der 3 Millionenstadt Kunming auf fast jedem Dach bereits 2006 Solarkollektoren.)

Die Wasserkraft ist eine der besten alternativen Energiequellen. Verfügbarkeit, Speicherbarkeit, Preis-Leistungsverhältnis und Erntefaktor sind unschlagbar. Sie darf jedoch nicht zur flächigen Zerstörung von Biotopen führen (Verrohrung von Wildbächen, Staustufen, …). Besonders ambitionierte Großprojekte in vielen Ländern (Türkei, Brasilien, …) zeigen die Grenzen unseres Energiehungers auf. Hier ist ein dezentraler behutsamer Ausbau und eine Wiedergutmachung früherer Fehler wichtig.


Die Visionen Wasserstoffzeitalter, Methanhydrid und Kernfusion

Methanhydrid ist wahrscheinlich die am schnellsten anzapfbare Notenergiequelle. Alternativer kann sie werden, wenn es gelingt Kohlendioxid einzulagern, während man das Methan gewinnt. Ist dieser Weg nicht realisierbar, ist Methanhydrid kritisch zu sehen.
Der Methanhaushalt der Ozeane und der Erde an sich wird derzeit schon durch den Menschen destabilisiert und kann die Klimaprobleme drastisch verschärfen!
Die wichtigsten Fragen:
Kann es zu Flutwellen durch eine Destabilisierung der Ozeanabhänge beim Abbau kommen?
Wie groß sind die Vorkommen wirklich? (angeblich gigantisch)
Wie groß ist der Erntefaktor?
Kann es zu Ausgasungen beim Ernten des instabil gebundenen Methanhydrids kommen?
Wird das Methanhydrid durch die Klimaerwärmung nicht an sich schon instabil und entwicht in die Erdatmosphäre?

Wasserstoff als Treibstoff wird seit Jahren hoch gehandelt und intensiv erforscht.
Bis jetzt sind jedoch Brennstoffzellen zu teuer und haben einen geringe Effektivität. Selbst Methanolbrennstoffzellen können die Diffusion des Methanols nicht verhindern und lassen das gifitge Gas im Prozentbereich ungenutzt entwichen.
Eine Wasserstoffinfrastruktur wird extrem teuer und gegen Lecks sehr anfällig.
Silane ( Peter Plichta Silanrevolution, Benzin aus Sand ) als Wasserstoffspeicher scheinen erfolgversprechender.
Eine bedeutende Rolle kann Wasserstoff als Zwischenspeicher für Solarstrom oder Windstrom spielen, oder gleich durch Sonnenlicht erzeugt werden (photoelektrochemische Zelle). Aber auch hier kann eine weitere Umwandlung sinnvoll sein, obwohl der Wirkungsgrad durch mehrere verlustreiche Übergänge eingeschränkt wird.

Die Kernfusion scheint dagegen immer noch in weiter Ferne und wird beim Kampf gegen den Klimawandel und die Probleme des Peak Oil keine Hilfe mehr sein.


Biotreibstoffe, Jatropha, BtL, Planktonbiogas, Nutzhanf

Nachdem viele Studien gezeigt haben, dass Biodiesel aus Raps nicht viel einspart und für Palmöl oder Soja Regenwald zerstört wird, ist hier Ernüchterung eingetreten. Unsinnig ist besonders die Zerstörung von Wälder mit meterdicken Torfschichten, die weit mehr CO2 freigeben, als pro Jahrhundert eingespart werden kann.
Sinnvoller scheint hier der Jatrophastrauch zu sein, der nicht mit Nahrungspflanzen konkurriert und auf kargen Böden mit wenig Nierderschlag wächst. (www.de.wikipedia.org/wiki/Jatropha) Dieser Weg ist allerdings kein Weg für Deutschland. (www.umweltperspektiven.ch/news/200708_293.html) Ähnlich ist auch Nutzhanf oder Flachs zu sehen, die beide wenig Ansprüche an den Boden stellen und neben der Produktion von Biomasse Flächen, die bisher für die Baumwollproduktion benötigt wurden, für die Produktion von Nahrungsmitteln freimachen können.
BtL hat den Vorteil auch Holz nutzen zu können, zählt aber bisher noch zu den Visionen. Der BtL-Kraftstoff wird immer recht teurer bleiben. Zu den Visionen zählen auch die Versuche Algen oder Plankton für die Energiegewinnung zu kultivieren.

Wenn derzeit die Biodiesel und Biogastankstellen ausdünnen und dieser Industriezweig stirbt, gehen auch wichtige Chancen verloren. Pflanzenöl wird wichtig bleiben als Erdölersatz zur Herstellung von Kunststoffen. Es wäre wichtig die Produktion von Plastikfolie und Kunststoffartikeln aus regenerativen Rohstoffen speziell zu fördern.


Die Vision der Weltraumenergie

In Japan und den USA wird seit längerem das Konzept eines Weltraumsolarkraftwerks verfolgt. Neu ist die Idee der Japaner die Sonnenenergie mit Lasern zur Erde zu schicken und so gigantische Microwellenempfangsstationen zu sparen.
Ob aber die Gesamtbilanz positiv wird, angesichts der hohen Baukosten und des energieintensiven Transports ins Weltall, ist noch zu prüfen.


Geschichtliches

“Bereits 1912 wurden Parabolrinnen zu Dampferzeugung für eine 45 kW-Dampfmotorpumpe in Meadi/Ägypten von Shumann und Boys eingesetzt. Die Kollektoren hatten eine Länge von 62 m, eine Aperturweite von 4 m und eine Gesamtaperturfläche von 1.200 m².

1916 hatte der Deutsche Reichstag 200.000 Reichsmark für eine Parabolrinnen-Demonstration in Deutsch-Südwest-Afrika bewilligt. Durch den Ersten Weltkrieg und das aufkommende Erdölzeitalter kam es jedoch nicht zu einer Umsetzung.” (Quelle: Wikipedia Solarturm)

“Im 18. Jahrhundert erfand der Naturforscher Horace-Bénédict de Saussure die Vorläufer der heutigen Solar-Kollektoren. Er baute im 18. Jahrhundert einen einfachen Holzkasten mit schwarzem Boden und Glasabdeckung. Mit diesem ersten Sonnenkollektor erreichte er eine Temperatur von 87 °C.

Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte der Franzose Augustin Mouchot die Solarkollektoren de Saussures weiter und kombinierte sie mit Brennspiegeln. 1878 stellte er auf der Pariser Weltausstellung eine Solar-Dampfmaschine vor. Er schlug vor, mit Hilfe dieser Dampfmaschinen die Sonnenenergie in Elektrizität umzuwandeln.” (Quelle: Sonnenkollektor bei Wikipedia)

Solar-Studie von 2000


aktuelle Hinweise

Neue Zahlen zur weltweiten Situation bei der Solarthermie erstaunen: China liegt weit vor Europa, die Türkei folgt an zweiter Stelle. Da haben einige Länder in Europa noch gewaltig Aufholpotential!
Auch andere Berichte (die Masdar-Initiative im Golf-Emirat Abu Dhabi und Dongtan in China) zeigen, dass einige Länder im Bereich der alternativen Energien gewaltig investieren.
Arabische Länder geben Milliarden zum Aufbau ganzer Ökostädte und neuer Fertigungsstätten aus und planen selbst den Bau von Stromleitungen nach Europa (Ankündigung des algerische Unternehmen New Energy Algeria (NEAL)).
Durch Hybridkraftwerke (Gas+Solarwärme) versuchen Länder wie Algerien den eigenen Rohstoffreichtum mit Sonnenenergie zu strecken und statt Gas direkt den Strom zu exportieren.

Derzeit wird eine Akzeptanzstudie/Umfrage für kleine Hauswindanlagen durchgeführt, um zu erforschen, was potentielle Käufer gerne möchten und brauchen. Dazu kann man sich Wunschanlagen zusammenstellen.

Kleiner Hinweis auf eine inzwischen erfolgte Stellungnahme des Bundeskanzleramts zu den Initiativen von Trec und Mena:
Direkt zur Kanzlerin
Inzwischen hat der Beitrag die Top-Plätze erreicht und ist beantwortet! Ein Vertrag mit Spanien über die Nutzung der nordafrikanischen Ökoenergie ist unterzeichnet. (Januer 2008, genauer Inhalt???, Enorm wichtig ist in diesem Zusammenhang die Mittelmeerunion)
Dazu auch noch ein Link zur Pipelineanbindung Europas, deren Kosten und strategische Bedeutung:
http://www.zeit.de/online/2008/02/bg-pipelines?1
Es bedarf gewaltiger Anstrengungen, um die Öl-Gas-Infrastruktur auch nur teilweise durch alternative Energien zu ersetzen.

Einen Hinweis ist auch das Tirol-Adria-Projekt wert. In diesem Rahmen wird eine Verbesserung der Binnenschifffahrtswege durch die Verbindung Donau-Inn-Etsch-Po nachgedacht. Im Rahmen des Projekts soll auch eine HGÜ-Leitung entstehen, die die Wasserkraft der Alpen und den Strom aus Afrika zusammenbindet.


AKW-Laufzeiten verlängern, neue AKWs bauen oder neue Kohlekraftwerke

Bei den Kohlekraftwerken ist zu bedenken, dass die billige Kohle in vielen Ländern unter üblen Bedingungen produziert wird und leider weltweit am meisten zur Quecksilberbelastung beiträgt.
Würden alle Bergwerksarbeiter ordentlich bezahlt und die Gruben ordentlich gesichert, würde sich der Preis für Kohle deutlich erhöhen.
Vor dem nächsten Kohlekraftwerk sollte zuerst ein Druckluftspeicherkraftwerk gebaut werden, um die 10–15% ungenutzter Windenergie pro Jahr zu verwerten. Dies entspricht bereits einem Großkraftwerk. Und dann wären Anlagen zur KraftWärmeKopplung in Mehrfamilienhäusern samt Solarkollektoren dran.
Als Drittes sollten die ganzen Notstromaggregate der Firmen, der Rechenzentren, der Telekom und anderer Einrichtungen zum Abfedern von Engpäßen integriert werden.

Beim Thema Laufzeiten verlängern sollte man bei älteren Atomkraftwerken keinen Unfall durch Materialermüdung oder veraltete Techniken riskieren. Weltweit sind so viele überalterte Kernkraftwerke abzuschalten, dass selbst eine Verlängerung der Laufzeiten einiger weniger hier in Deutschland keine Problemlösung bringt.

Da aufgrund von Engpässen weltweit nur wenige AKWs gebaut werden können ( zu wenige Atomreaktorkessel, kann der Anteil des Atomstroms bis 2020 nicht wesentlich erhöht werden.

Einsparungen, KraftWärmeKopplung, Solarwärmekraftwerke, HGÜ … sind viel schneller zu realisierende Wege, als neue Atomkraftwerke.
In Form von Windgeneratoren werden heute schon pro Jahr mehr Kraftwerke installiert als durch den Zubau von Kernkraftwerken.


Gegen den Klimaanlagenbazillus


DauerGegenArgumente

Zum Schluss noch einige Fakten zu verschiedenen Dauerargumente der Kritiker an Alternativenergien.

  1. Windenergie ist unwirtschaftlich, weil riesige Mengen an Standby-Kraftwerken benötigt werden.

Hier wird mit der einleuchtenden Natur des unsteten Windes oder des wechselnden Sonnenscheins argumentiert.
Die verlässliche Dauerleistung betrage nur 6% der Nennleistung (Kommentar Hans Blix) oder nur 28% Auslastung, heißt es. Das mag für einzelne Windanlagen an Land gelten, nicht jedoch im Maßstab größerer Gebiete und nach der Kombination von Sonne und Wind.
Dieselbe Regelung, die bei bisherigen Kraftwerken ganz normal ist: Pumpspeicherkraftwerke, Druckluftkraftwerke bei Atomkraftwerken, Reglung von Großverbrauchern, wird jetzt bei den alternativen Energien zum Problem umdefiniert.
Solange die Leistung nur stundenweise schwankt ist das aktuelle Netz in der Lage dies auszugleichen.
Erst beim tagelangen Ausbleiben von Sonne und Wind und einem Anteil dieser Energiequellen von mehr als 50% am europäischen Stromverbrauch und ohne jetzt schon geplante Reglungstechnik (Wärmespeicherung bei Solarwärmekraftwerken) könnte es Probleme geben, wenn in diesem Falle ein Bitte an die Bevölkerung Energie zu sparen nichts bewirkt.
Krankenhäuser, Kommunikationsinfrastruktur und andere Einrichtungen, ja selbst viele Kleinbetriebe und Privathaushalte sind heute schon mit Notfallanlagen ausgerüstet. Die Schattenkraftwerke für mehr als 10% Windstromanteil existieren bereits (Wasserkraftwerke, Biogasanlagen, …) und werden mit Solarbatterien, mehr Biogasanlagen, Elektroautos, Druckspeicherkraftwerken und einem weltweiten HGÜ-Netz noch erheblich ausgebaut, vor dem entsprechendem Ausbau der alternativen Energien.
Weht der Wind, lassen sich Windkraftwerke sehr leicht durch Drehen der Rotoren regeln. An windstarken Tagen Windenergie zu verschenken, ist doch kein Problem. Bei Kernkraftwerken, die am wirtschaftlichsten im Dauerbetrieb auch nachts laufen müssen, hatte man massive Probleme mit diesem Verschenken und deshalb hier als erstes Druckluftspeicherkraftwerke und andere Maßnahmen realisiert.
AKWs laufen im Durchschnitt nur 10 von 12 Monaten. Durch zeitliches Zusammentreffen von Störfällen kann auch hier mehrere Tage eine gewaltige Kapazität ausfallen. Europaweit kann das ausgeregelt werden, weil jetzt schon “Schattenkraftwerke” da sind.
Allein die Wasserkraft in Nordeuropa kann monatelang den deutschen Bedarf decken. Daher ist der Bau eines HGÜ-Netzes nach Norden mehrfach sinnvoll (Wasserkraft, Seewind, Geothermie in Island).
Die aktuelle Menge an Windstrom verteilt sich ohne große Speicherung im Netz. Warum wird denn kein Druckluftspeicherkraftwerk für die norddeutsche Windkraft gebaut? (Bis jetzt ist man sogar ohne ordentliche Leitungsanbindung und einem schwachem Netz an der Ostsee ausgekommen und hat mit den europaweiten Energietransfers schon sehr zu kämpfen.)

  • Die Spiegel von Solarwärmekraftwerken in der Sahara verstauben sofort und werden unbrauchbar. (Blogbeitrag wissen.de)

Das ist kein klebriger Staub (Pollen oder Öl) wie bei uns. Derselbe Wind, der verstaubt, bläst die senkrecht gestellten Parabolspiegel wieder frei, notfalls hilft etwas Druckluft. Sandstürme tragen nur zu bestimmten Zeiten den Staub sehr weit und die Kraftwerke können natürlich nicht zwischen Wanderdünen gebaut werden.

  • Durch Solarwärmekraftwerke wird das Klima beeinflusst. Strahlung der Sonne wird vom weißen Wüstensand nicht mehr reflektiert und es kommt zu einer enormen Erwärmung einer riesigen Fläche.

Im Flächenvergleich zur gesamten Sahara ist dieser Effekt minimal. Die Verschattung des Bodens, das Anpflanzen von Nahrung auf dem bewässerten Boden und der Wasserdampf der Kühltürme minimieren die Erwärmung weiter.
Jede Großstadt erzeugt an Sonnentagen einen gewaltigen Heißluftkamin, der Wolkenmasssen umlenkt und messbare klimatische Einflüsse hat.
Die Flächen der heutigen Betonwüsten und schwarzen Asphaltbänder (Straßen) sind weit größer, als es die Flächen der Solarwärmekraftwerke je sein werden.

  • Mit Nordafrika wollen wir nicht zusammenarbeiten. Lieber Kernkraftwerke hier, als politische Abhängigkeit mit denen da…

Strom kann nicht gespeichert werden! Für die produzierenden Länder ist es besser ihn gleich zu verkaufen, solange die Sonne ihn produziert. Daher braucht man hier keine Angst vor dem Druckmittel Gashahn zudrehen zu haben.


Probleme und Kritikpunkte im Bereich der erneuerbaren Energien

Großmastbetriebe und Biogasanlagen
Palmöl und Urwaldzerstörung
Kritik am Megaprojekt Mena und TREC, insofern es dezentrale Lösungen behindert, die sehr effektiv sind.



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( Letzte Änderung am 10.01.2013 )
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