Der Müll ist die Schattenseite unseres Erfolgs
->->->-> Die Inputflut <-<-<-<-
Das Chaos ist mein größter Feind,
kann überall entstehen.
Ich kämpfe sehr, ich bin es leid,
kann immer untergehen.
Ich ordne hier, ich ordne da,
doch niemals ist ein End'
Denn wahre Ordnung wär' nur da,
wo ich mal etwas fänd'.
Wer filtert, stoppt die Inputflut?
Was kann man gleich vernichten?
Was ist denn wirklich noch so gut,
um nochmal im Archiv es zu verdichten?
Tagaus, tagein kommt neues neu hinzu
und legt sich obendrauf.
Das Ordnen ordentlich, es lässt mir keine Ruh
es hört auch niemals auf.
Es kommt zu viel und geht im Chaos unter.
Es schwindet meine Kraft.
Maschinen produzieren weiter weiter munter.
Ich bin total geschafft.
So wird es Müll
auf riesengroßen Halden
in Hüll' und Füll'
ist ständig am veralten.
Das Chaos ist tief in uns drin
Wer kann sich selbst verwalten
Unterscheide Liebe und Gewinn
Man muss die Gier ausschalten
Verschenken hilft bei Reduzieren
und Grenzen sich zu setzen.
Sonst sind wir am Verlieren
Das Leben nur ein Hetzen.
Spaziergang am Straßenrand
Am Straßenrand, am Straßenrand,
da find' man wirklich allerhand:
Die Reste vom FastDonald-Essen
rausgeworfen und vergessen.
Zigarettenschachteln überall,
entsorget nach des Rauchens Qual.
Kanister, Flaschen voll und leer,
geduldig ist das Pflanzenmeer
Reifen, Filter, Autoteile, ...
vieles liegt schon eine Weile.
Selbst große Haufen Müll
bedeckt der armen Hecken Hüll'.
Schaut man in's Auto rein,
ist dort alles sauber fein.
Dabei ist der Straßen Rand,
vielen sicher nicht bekannt,
ein Biotop mit eigenem Gesicht
und braucht den Müll nun wirklich nicht.
Zerrieselung
Vom Rasenmäher zerhaut,
von Pilzen halb verdaut,
in der Sonne zerblättert,
vom Wind zerflättert,
mit der Zeit aufgedröselt,
beim Zertreten zerbröselt,
zersplittert, zerfallen, zerbrochen,
aufgelöst in die Tiefe gekrochen,
andres nach Tagen verflogen,
aber woanders wieder eingezogen,
tonnenweise fein verteilt
bereichern wir des Bodens Kleid
mit unserem Müll
in Hüll und Füll
ohne je zu enden
mit unserem Verschwenden!
Die Map der Deponien
Berge aus Müll betupfen die Welt,
wie eine Pickelherde.
Teuer bezahlte Ströme an Geld
vergiften die erwürgte Erde.
Was unsere Arbeit mühsam erschuf,
was gierig Blicke anlockte,
verhöhnt der Menschheit stolzen Ruf,
Gift der Zukunft, was man gestern und heute kochte.
Hier und da klebt man Pflaster drauf
und ab und zu auch darunter.
Doch irgendwann reisst alles auf,
der Eiter quillt ins Tal hinunter.
Das ist der Menschheit Traum.
Das Wachstum hat steil abgehoben!
Müllberge aber brauchen Raum,
wieviel, sieht man nur von oben.
Weil die Wirtschaft diese Grenze nicht kennt:
Wir bevölkern nur die Kugelfläche!
Und weil der Mensch sich selbst nicht lenkt,
bezahlt die Zukunft halt die Zeche.