umgeleitet von Ethos.Kern
Die ethische Mitte und das Zentrum des Kolibriethos
Bei aller Vielfalt, Freiheit und Individualität hat das Kolibriethos eine Mitte
und ein klares einfaches Zentrum.
Es gibt eine Grundaktion, einen Königsweg, den man immer gehen kann.
Eigentlich geht ihn jeder, den Weg des Auslegens und Ausgestaltens nach innen und nach außen hin.
Das Ziel hier ist es, ihn bewusster, intensiver mit dem Ziel der Liebe zu gehen.
Im Heute einen Freiraum zu schaffen, um sich zuerst nach innen zum Vertiefen einer Liebesform
und dann nach außen zum Realisieren zu wenden.
Mini-Ethos: Kolibriethos = Liebesformen heute auslegen
Die Mitte des Kolibriethos und die von ihr ausgehenden vielfältigen Wege
fasst dieses Mini-Ethos zusammen:
Ich lege heute im Hier und Jetzt
in mich hinein und aus mir heraus
eine konkrete Form der Liebe aus!
Wir legen heute im Hier und Jetzt
in uns hinein und aus uns heraus
eine konkrete Form der Liebe aus!
Die Begegnung, die fünf Wunder, die Grenzen, das Netz, die Regeln,
alles wird von dieser Mitte aus erreicht, vertieft, geordnet und verbunden.
In dieser Mitte wiederum steht als zentrale Form das Lieben-Wollen,
und die erste Auslegung ist die Auslegung in uns hinein, in unsere innere Tiefe und Weite.
Es geht daher nicht zuerst um Leistung, Erfolg oder Werke, sondern um inneres Wachstum,
aus dem heraus sich dann die Wirklichkeit um uns herum und in uns mit der Zeit verändert.
Je genauer, umfangreicher und besser unsere inneren Vorstellungen und Visionen,
je kleiner unsere Denkfehler und Blockaden, je ehrlicher unsere Selbstkritik,
desto erfolgreicher wird unsere Auslegung der Liebe auch nach außen sein.
Wenn unser Herz sehen lernt, wenn wir mit dem Herzen sehen,
dann wird auch unsere Hand vom Herz gelenkt.
Wege der Umsetzung
Ausgehend vom Mini-Ethos ist es gut, zuerst sich die Formen der Liebe und ihr Netz anzusehen.
Dabei geht es nur um ein allgemeines Grundverständnis der Zusammenhänge und Vernetzungen
und um eine erste eigene Liste an Liebesformen, die man vertiefen möchte.
Dann kann man über das Staunen und die Zeit nachdenken, oder wie man Denkfehler und Irrlehren vermeidet.
Es ist wichtig, Begegnungen zu suchen, zu gestalten und an ihnen zu wachsen.
Es hilft am Anfang, sich seiner Rechte, seiner Fähigkeiten, seines Wertes, seiner Bedürfnisse,
Wünsche und Träume, und seiner Basis bewusst zu werden.
Bei all dem hat man Zeit!
Man muss nicht in 2 Wochen alle Formen bearbeitet haben, auch nicht in 2 Jahren.
Zeit bringt Tiefe und um die geht es.
Es soll auch Spaß machen und kreative Wege sind willkommen.
Unser Denken und Auslegen ist anders, wenn wir kurz zuvor getanzt, meditiert oder Musik gehört haben.
Man kann sich religiöse Texte suchen und darin die erwähnten Formen der Liebe markieren.
Man kann zu einer Form Liedtexte und Gedichte suchen, die helfen die Form poetisch zu verinnerlichen.
Man kann Bewegungsmeditationen und stille Mediationen zu einer Form gestalten.
Man kann Traumbilder, Mindmaps oder Schaubilder entwerfen.
Der Weg ist hier das Ziel und es ist keine Eile geboten.
Bitte auch nicht bei den schweren umfangreichen Formen beginnen wie Weisheit oder Barmherzigkeit.
Es reicht schon die Gastfreundschaft oder das uns vermeintlich schon sehr vertraute und bekannte VERSTEHEN.