Hans Hufnagel ist Administrator der KolibriEthos-Website.
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Hier noch ein kleines Bild, bei der Kartoffelernte August 2006 und einige zu Kartoffeln und Kartoffelkäfern:
(Dem Kartoffelkäfer hab ich 2008 noch ein kleines Gedicht gewidmet: Du Kartoffelkäfer, weit gereister!)
Kartoffelherzen, Kartoffelmund und Kartoffelkäfer
Hier noch eines meiner besten Gedichte der letzten Zeit (neben den sozialkritischen natürlich) (damals 2009)
Weil ich ein Zwerglein bin, ...
(Wer bin ich, wenn mich niemand ansieht?)
(Wer bin ich, wenn DU mich ansiehst?)
Das Gras wächst in die Luft empor,
und kommt mir so groß mächtig vor.
Ein Käfer drückt mich in den Sand.
Ein Tautropf schwemmt mich dann an Land
Weil ich ein Zwerglein bin,
schaut niemand zu mir hin,
schaut keiner zu mir auf,
blockiert ein jeder meinen Lauf!
Eine Biene packt mich resolut,
legt mich in Wunderfarbenglut.
Doch ich kleb gleich am Nektar fest,
Pollenhusten gibt mir dann den Rest.
Was ich als Zwerglein brauch',
ist für sie Schall und Rauch.
Sie räumt mich einfach auf
und hemmt schon wieder meinen Lauf.
Ich seil' mich mit 'ner Spinne ab
und lande auf 'nem grünen Blatt.
Der Spinne bin ich eh zu klein,
drum läßt sie das Vergiften sein.
Weil ich ein Zwerglein bin,
schaut sie nicht zu mir hin,
haut mir nicht noch eins drauf
und läßt mir meinen Lauf.
Ich pack 'nen Schmetterling.
Du süßes Wunderding,
du flatterst ja so schön dahin,
schaut nur wie hoch ich bin.
Auch wenn ich ein Zwerglein bin,
schau ich jetzt zu Dir hin,
land' in Deinen Haaren drin,
wo ich geborgen bin.
Liebste, ich bleib bei Dir!
Leb mit Dir Tür an Tür.
Lass mich bei Dir geborgen sein.
Ich küsse Dich so zart und fein.
So vollend' ich meinen Lauf
und wach' vergnügt jetzt auf.
Sing, tanz ganz morgenfroh.
Ach Welt, ich freu mich so!
Weil ich ein Riese bin,
leg ich mich zu Dir hin,
da wachst Du plötzlich auf
und schaust zu mir hinauf.
Weil ich ein Zwerglein bin in der lokalen Gedichtesammlung
Gedichte Meine lokale Gedichtesammlung
(Leider ohne die vielen netten Kommentare vom alten GedichteVZ, die mich damals so motiviert haben!
Und ohne die vielen hundert Gedichte außen herum, die irgendwie dazu gehören!
Meine GedichteVZ Gedichtesammlung im Webarchiv)
Wie verrückt das Leben ist! Da hab ich grad ein Gedicht von mir in diesem Webarchiv gefunden,
was nirgends sonst noch existierte. Es passt irgendwie zur heutigen "digitalen Überflutung und Verkümmerung".
(Das letzte Wort habe ich von vertreiben in heilen jetzt 2024 geändert.)
Aufwachen
geschrieben am 13.07.2008 um 19:14 Uhr
(am Morgen zu singen)
Leben tanze Deinen Tanz,
aus der Mitte, aus der Quelle!
Erfasse tanzend alles ganz,
reiß’ uns von der Stelle.
Wirble uns im Tag umher,
verbiete uns zu klagen.
Versenke uns im Träumemeer,
überschütte uns mit Fragen.
Wecke unsre Sinne auf,
atmen lass uns wilder.
Berausche der Gedanken Lauf,
übermal die Flut der Bilder.
Lass uns spüren unser Sein,
lass uns nicht so bleiben.
Wasch' das Fühlen wieder rein,
den Unsinn hilf uns - HEILEN.
Aufwachen im Webarchiv
(Mein Kommentar zur netten Bewertung:
geschrieben am 14.07.2008 um 22:06 Uhr
Ein bisschen choralartig ist es geworden, aber ok ...
Vielen Dank für Deinen Punkt W., derzeit wird ein Gedicht schräger als das andere...
Hans)