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Kolibri-Ethos


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Wege
Suche die Liebe!
Schütze das Leben!
Verehre das Heilige!
Sei Du selbst!
Gestalte diese Welt!

und Worte
Die Situation
Die Grenzen
Das Netz
Die Begegnung
Das Auslegen

Zusammenfassung Kolibri-Ethos

Auf dieser Seite sind folgende Seiten zusammengestellt:

Kolibri-Ethos

Interpretation
Regeln
Grundwerte
Grundbegriffe
ICH UND DU


- Geschichte - Überblick - Ziele - Persönliches -  Herzlich willkommen auf der Kolibri-Ethos Site!

Das Kolibri-Ethos

Als Mensch dieser bunten Erde,
beschenkt und ausgestattet mit so lebendiger Kraft,
mit Mut und tiefem Bewusstsein,
stelle ich diese fünf Grundregeln
in die Mitte meines Handelns:
Suche die Liebe!
Schütze das Leben!
Verehre das Heilige!
Sei Du selbst!
Gestalte diese Welt!
Als Teil dieser kraftvollen Menschheit,
getrieben von so viel Kreativität und Intelligenz,
beachte ich diese fünf Grundbegriffe
bei meinem Fragen und Antworten:
Die Situation
Die Grenzen
Das Netz
Die Begegnung
Das Auslegen
Als Kind dieses stillen Weltalls,
erfüllt von soviel Licht und Weite,
vertiefe ich:
Die Grundformen der Liebe
Die Grundprozesse des Lebens
Die Grundweisheiten und die Grundwerte der Menschheit
Ich baue an Brücken zwischen Kulturen, Religionen und Weltanschauungen.
Ich sorge für mich, für meine Kraftquellen, meine Struktur, meine Harmonie und meine Balance.
Ich trage zur Lösung der aktuellen Weltprobleme bei und übernehme Verantwortung.

Für das Leben und die Liebe


Auslegen und Interpretieren - Wege zur Wirklichkeit

Auslegen in Form von Predigten, von ethischen oder religiösen Weisungen war und ist oft ein Privileg der Theologen, der Priester und Pfarrer, der Lehrer und Führer, der professionellen Ausleger, Rhetoriker und Exegeten. Vieles lässt sich von ihnen lernen.

Leicht wird aber mit zu vielen Worten der Weg des Auslegens so vernebelt, dass man nie bei der Wirklichkeit ankommt oder die Wirklichkeit wird durch Weltanschauungen mehr oder weniger radikal abgelehnt, als unvollkommen, rein materiell und von bösen Mächten beherrscht.

Viele landeten beim Auslegen in einem Labyrinth von Gedanken und Weisungen, die nur verwirren und sich widersprachen.

Die Auslegung des Kolibri-Ethos geht von der Wirklichkeit heute, von der aktuellen Situation aus und versucht jeden philosophischen oder ethischen Höhenflug dadurch zu erden, dass sie bis zur Verwirklichung weitergeht.

Das Auslegen ist der Weg von den großen beeindruckenden Worten und Lebensweisheiten hin bis zu meiner, zu unserer Wirklichkeit. Es bedeutet Grundstrukturen, Grundregeln, Grundwerte und Grundbegriffe verstehend zu durchdringen und das Verstandene umzusetzen.

Es ist mehr als bloßes definieren oder mit anderen Worten umschreiben und umfasst auch nicht-sprachliche Wege der Auslegung wie die Meditation, die Intuition, das Projekt, die Musik und das Gestalten, das Lernen und Erkennen durch Erfahrung.

Unterschieden wird beim Auslegen eine innere und eine äußere Wirklichkeit, die das Auslegen immer neu miteinander verbindet..

Die innere Wirklichkeit lässt sich direkt beeinflussen durch emotionale oder moralische Botschaften, durch Meditation und intensives Nachdenken, durch eine andere Sichtweise auf die Welt und bewusstes Wahrnehmen. Gleichzeitig ist sie schwer fassbar. Wie ein Vulkan können plötzlich ungekannte Gefühle in uns aufbrechen und uns verändern. In vielem ist sie von unserem Körper abhängig.

Eine durch das Auslegen entstandene neue Haltung, eine neue Erkenntnis oder eine getroffene Entscheidung wirkt hier direkt in unserem Innerem, ist aber genauso schnell wieder vergessen und abgelegt.

Die äußere Wirklichkeit muss zuerst gespürt, erkannt und akzeptiert und dann behutsam und mit Weitsicht geändert werden. Sie ist sichtbar und unsichtbar, komplex und grenzenlos. Immer nur ein kleiner Ausschnitt kann erfasst werden, ebenso wie uns immer nur ein kleiner Ausschnitt unserer inneren Wirklichkeit bewusst ist. Selbst kleine Handlungen können hier noch lange Konsequenzen haben.

Die eine Wirklichkeit ist individuell, die andere gemeinsam. Beide haben ihre Geschichte und sind intensiv miteinander verbunden. Die äußere Wirklichkeit enthält die innere unserer Mitlebewesen, die innere enthält alle unsere Erkenntnisse und Erfahrungen mit der äußere Welt und über sie.

Auslegen geschieht

- in beiden Wirklichkeiten durch eine Vielzahl von Fragen, die sich jeder und jede Gruppe immer wieder stellt. Fragen, die den Blick auf wichtiges lenken und das Bewusstsein schärfen. Eigene, persönliche Fragenkataloge für beide Wirklichkeiten werden von jedem eigenverantwortlich erstellt, verändert und weiterentwickelt – angepasst an den eigenen Weg und die eigenen Ziele.

Auslegen geschieht,

- immer in diese Wirklichkeiten hinein und versucht die Harmonie und die Interaktion zwischen beiden zu verstärken.

Auslegen geschieht,

- indem sich jeder und jede Gruppe eine Basis an Wissen, Erkenntnis und Erfahrung, an Liedern, Gedichten, Geschichten und Weisheiten, an literarischen, philosophischen und religiösen Schätzen erarbeitet und an konkreten Projekten und Zielen arbeitet.

Von den Urreligionen und Urphilosophien bis heute wurde und wird über das Auslegen nachgedacht und Auslegen praktiziert.

Daher gibt es viele gute Quellen, Erzählungen und Beispiele, mit denen es lohnt sich auseinander zu setzen und so das eigene Auslegen zu vertiefen. Dasselbe gilt für viele Bereiche des Kolibri-Ethos.

Auslegen geschieht,

- indem im eigenen Leben und in der Gruppe Strukturen aufgebaut werden, die immer neu als hilfreich zur Verwirklichung von Liebe und zum Schutz des Lebens erkannt werden und erkannt worden sind.

Auslegen geschieht

- durch Rituale und Meditationen, die miteinander oder individuell gestaltet werden, und den Geist stärken, damit er fähig wird zu tiefer Auslegung.

Auslegen geschieht

- eigenverantwortlich im kritischen Durchdenken eines Zeitabschnitts und im Planen des Kommenden.

Auslegen geschieht,

- indem jeder und jede Gruppe immer wieder neu das Kolibri-Ethos entwirft in das eigene Leben hinein, es übersetzt und konkretisiert.

Auslegen geschieht,

- durch das Festlegen von Absichten und Zielen. In kurzen „Ich will …“ Sätzen legt jeder aufgrund seiner Auslegung fest, was er aktuell besonders verwirklichen will oder wogegen er kämpft. Für größere Zeitabschnitte setzt man sich persönlich oder als Gruppe Ziele, die genau beschrieben und gut geplant werden. Auch das ist Auslegen!

Gegen das Verzetteln und Verwirren beim Auslegen stellt der einzelne oder die Gruppe zeitlich begrenzte, individuelle Festlegungen auf ethische Wege und klare Strukturen, seien es Liebesformen, die besonders vertieft werden, Projekte, das Meditieren ethischer Grundschriften oder überschaubare persönliche Fragenkataloge.

Auslegen ist Worte und Weisheiten lebendig machen, damit sie das Leben heute und morgen schützen – Auslegen für das Leben!


Die fünf Regeln

Suche die Liebe!

Schütze das Leben!

Verehre das Heilige!
Sei Du selbst!
Gestalte diese Welt!

Regeln als Wegweiser und Lebensweg

Gute Regeln katalysieren, vereinfachen und erleichtern das ethische Handeln. Sie sind wie ein Kompass, der die Richtung zeigt. Was man am Ziel und auf dem Weg findet, bleibt offen, ebenso, wie man den Weg bewältigt und meistert. Jede Regel zeigt einen Weg und ist ein Weg.

Die Grundregeln des Kolibri-Ethos sind daher keine starren Vorschriften oder exakte Handlungsanweisungen, solche können nur in der konkreten Situation entstehen. Sie sind wie Aufgaben, wie Themen oder Projekte, die man angeht und in denen man sich nach einiger Zeit Wege und Strukturen erarbeitet hat, um schneller in die Tiefe, an Brennpunkte zu kommen und dort effektiv weiterzuarbeiten.

Der Weg der Regeln erfordert geistiges, inneres Krafttraining!
Ein tieferes Bewusstsein und klare innere Vorstellungen haben direkte Auswirkungen auf unser Handeln und das Umsetzen unserer Grundregeln. Seine Denkmöglichkeiten, seine Kreativität, seine Logik, sein Argumentieren und seine Feinfühligkeit zu schulen, sich im Beobachten und Meditieren zu üben und sich über praktische Erfahrungen auszutauschen, unterstützt dies.

Der Weg der Regeln erfordert Konzentration.
Regeln sollen motivieren und nicht frustrieren. Daher darf man gerade die Grundregeln nicht ständig globalisieren, sondern muss sie auf das jetzt Mögliche richten:

Die Liebe suchen, die man jetzt erahnen, erkennen, spüren kann!
Das Leben schützen, für das man sich jetzt einsetzen kann!
Das Heilige verehren, das man jetzt ganz tief als heilig empfindet!
Der sein, der man jetzt glaubt zu sein und sein zu können!
Diese Welt mit der Liebe gestalten, die man mit den eigenen Kräften und Fähigkeiten jetzt verwirklichen kann!

Im Alltag, in der Realität ergeben sich dann ständig überraschende Ausblicke, öffnen sich neue Türen und Möglichkeiten oder kommen neue Erkenntnisse und Erfahrungen dazu.
Es ist besser anhand praktischer Erfahrung eine Regel zu vertiefen, als zu lange, zu global und weit schweifend darüber nachzudenken und seine Traumwelten nie zu verlassen.
Für jede Regel ist es wichtig, sich klar zu werden, wie groß mein Verantwortungsbereich und mein Aktionsradius ist. Was kann ich heute mit meinen Möglichkeiten, in meinen Lebensbereichen tun, um zu suchen, zu schützen, zu heiligen, zu sein, zu gestalten?

Hilfreich ist es, sein Handeln und das Umsetzen der Regeln im Licht ethischer Dimensionen zu betrachten. Solche Dimensionen sind der Einzelne und die Gemeinschaft, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die Welt im großen wie im kleinen, die innere und die äußere und die Grundwerte wie die Liebe und das Leben. (Was bedeutet diese Regel für mich als Einzelnen? Was kann zukünftig daraus werden und sind die Lehren aus der Vergangenheit berücksichtigt? Wie ist meine innere Welt beteiligt oder beeinflusst es sie? …)
Hilfreich ist ebenso das Meditieren ethische Grundbegriffe in ihrem Bezug auf die jeweilige Regel, die aktuelle Situation oder Wegstrecke.
Wichtig ist es in Wegen, in Wachstums- und Lernprozessen zu denken und dazu immer neu Schritte festzulegen, kurz zurück und immer neu vorwärts zu blicken und die Geduld und das Ja zu seinem Weg nicht zu verlieren.

Um den Weg einer Regel zu gehen, braucht es Entschiedenheit!
Oft ist es nicht möglich immer alles exakt abzuwägen und wie in einem Labyrinth hat man sich zu entscheiden, schnell, und zwischen scheinbar gleichen Möglichkeiten auszuwählen, aber auch sofort umzukehren, wenn es sich herausstellt, dass der Weg eine Sackgasse ist oder ein schon untersuchter Irrweg. Eine Entscheidung ist immer eine begrenzte Entscheidung.
Krisen und Zeiten der Müdigkeit sind dabei kein Irrweg. Die gibt es überall und die sind überall durchzustehen.
Auf getroffene Entscheidungen und die erarbeiteten Ergebnisse darf man stolz sein!
Gleichzeitig ist der Weg einer Regel ein Suchen! Man muss nicht schon Lösungen haben und perfekte Antworten, fehlerloses Verhalten und reine Herzen.

Ich darf, kann und will so, wie ich bin, suchen und jede kleine Muschel, jede Idee, jede Schönheit, die ich finde, bewundern und genießen. Auch jeder Schmerz, jede Enttäuschung und meine Fehler gehören dazu auf diesem Weg.

Regeln kann man nicht verwirklichen ohne Selbstkritik und Kritikfähigkeit. Ständige Selbstkritik und Fremdkritik kann jedoch sehr demotivieren und bringt für sich alleine nichts.
Daher muss jede Kritik mit klaren Schritten zur Veränderung verbunden werden oder die Probleme werden als aktuell unlösbar „auf Eis gelegt“ und delegiert. Für eine positive Selbstkritik sollte man sich regelmäßig Zeit nehmen und immer wieder ausgewählte Mitmenschen um ihre Kritik bitten.

Vorsicht aber vor der Selbstoffenbarung, die in vieler Kritik anderer steckt und in deren eingeschränkter Sichtweise oder eigener Ängste begründet ist.
Über andere zu reden und sie zu kritisieren, ohne das diese Kritik ankommt und etwas verändert, sollte man sich sparen.


Regeln als Struktur und als Basis meines Alltags und unserer Gemeinschaft

Grundsätzlich gilt für alle Regeln:

Ich strukturiere mein Leben durch diese Regeln.
Ich lege sie immer neu aus, verwirkliche ihre Botschaft und innere Absicht
Ich denke regelmäßig über sie nach und fülle sie mit meinen Taten.
Ich erweitere diese Regeln individuell und setze zusammen mit meiner Gemeinschaft Schwerpunkte.
Ich bin mit vielen unterschiedlichen Menschen dieser Welt verbunden in der gemeinsamen Erfüllung dieser Regeln!
Wir bilden ein weltweites Netz, sind aber jeder für sich, lokal eigenständig und eigenverantwortlich.
Wir unterstützen uns gegenseitig bei der Integration neuer Erkenntnisse und Praktiken, die das Leben schützen, Wunder vertiefen, das Denken erweitern und unsere aktuellen Probleme lösen.
Wir helfen und beraten uns bei der Entwicklung und Umsetzung unserer persönlichen Lebensregeln, bei der Integration in unsere konkrete Umwelt und bei der Optimierung unserer Lebensstrukturen.

Das Ziel ist, dass möglichst viele eine schöne und tiefe Form finden, ethisch und glücklich zu leben und leben zu dürfen.


Die Regeln und unser SoSein

In unserem Körper findet sich dreierlei:
kreative Freiheit in den Träumen und Phantasien.
Situationsangepasstes Modifizieren im logischen Denken und Entscheiden
und feste unveränderbare, automatische oder langfristig festgelegte Programme.

Regeln sind so ein Teil, ein unverzichtbarer Teil in unserer Welt zu leben.
Sie verkürzen ständiges Nachdenken und Entscheiden.
Sie erlauben schnell das richtige und wichtige zu tun.

Mit Regeln kann man aber nicht alles durchdringen und allein aus Regeln leben.
Man braucht mehr.
Je konkreter eine Regel auf eine Situation bezogen ist, je leichter schneller und klarer sie anwendbar ist, desto automatischer kann man sie befolgen. (Rot=Halt)
Kommen Bedingungen, Sonderfälle, Ausnahmen hinzu oder muss erst entschieden werden, welche Regel anzuwenden ist, wird es komplizierter. Über der Regeldiskussion darf nicht die eigentliche Situation vergessen werden!

Die 5 Grundregeln des Kolibri-Ethos sind noch weiter gefasst.
Als Strukturen, als Weisungen und Wegweiser bewerten sie nicht im Nachhinein, sondern richten aus, bevor man eine Situation betritt.


Gefühle und Regeln

Unsere Gefühle bestimmen uns stärker als unsere Regeln, weil wir meist nicht wahrnehmen, wie stark sie uns leiten und verleiten.
Gefühle bestimmen, wie stark unsere Sinne und Kräfte für die aktuelle Situation offen und da sind.
Gefühle bestimmen, in welchen Farben wir die Welt sehen können.
Gefühle fassen unsere Erkenntnis, unsere Wahrnehmung zusammen und sind unsere innere Antwort vor der äußeren, dem Reden und Handeln.
Da Gefühle auch immer unsere ganze Vergangenheit und unseren körperlichen Zustand integrieren, sind sie nie objektiv, nie rational richtig, nie der äußeren Situation angemessen und dennoch oft ungeheuer intelligent und kreativ im Erfassen dieser äußeren Situation und im Finden passender Antworten.



Die Grundwerte

Die Liebe und das Leben sind allgemeine multidimensionale Grundwerte,
untrennbar verwoben mit vielen anderen Grundwerten der Menschheit,
konkreteren Grundbegriffen und Grunderkenntnissen.

Grundwerte sind mehr als nur Grundbegriffe. Sie strukturieren nicht nur,
sie haben Autorität, Heiligkeit und dadurch eine kosmische Dimension an sich.
Die wichtigsten Grundwerte der Menschheit sind:

  1. Frieden
  2. Begegnung
  3. Toleranz
  4. Vertrauen
  5. Barmherzigkeit
  6. Wahrheit
  7. Gerechtigkeit
  8. Freiheit
  9. Freude
  10. Bewusstsein

Weitere wichtige Werte sind eng mit diesen Grundwerten verbunden:

  • Dialog
  • Schutz
  • Ordnung
  • Ehrlichkeit
  • Demut

Die verschiedenen Religionen betonen je eigene Grundwerte oder haben ein eigenes Verständnis der genannten Werte.
Dazu nur einige Beispiele:

Judentum

  • Bund
  • Gesetz
  • Schabbat

Christentum

  • Glaube
  • Hoffnung
  • Gnade

Islam

  • Rechtleitung
  • Offenbarung
  • Die 99 Namen Allahs

(Über Grundwerte ist die Mitte vieler Religionen nicht zu erfassen, da Bekenntnisse, Rituale, Grundaussagen und Grundregeln zusammen diese Mitte bilden und im Erleben und Denken der Gläubigen viel stärker präsent sind.)


Die fünf Grundbegriffe

Die Situation
Die Grenzen
Das Netz
Die Begegnung
Das Auslegen und die Interpretation


Die Grundbegriffe

Wer sucht, wer fragt und denkt, wer kommuniziert und wer ethische Entscheidungen trifft, der muss immer wieder von Grundbegriffen ausgehen, die seine Bemühungen strukturieren und charakterisieren. Grundbegriffe, über deren Bedeutung und Verständnis man sich mit sich selbst und anderen immer wieder vergewissert.

Immer wieder kehrt das Denken, das Vorstellen und Fühlen zu ihnen zurück, versucht sie neu zu durchdringen und geht von neuen Deutungen aus in neue Weiten.

Jede Religion, jede Kultur, jede soziale oder gesellschaftliche Gruppe, jede Philosophie, jede Wissenschaft hat ihre Grundbegriffe und ihre Weise sich um diese Begriffe zu bemühen.

Worte wie Nachhaltigkeit, Menschenrechte, Gerechtigkeit, Selbstbestimmung, Freiheit und Friede sind darüber hinaus globale Grundbegriffe der Menschheit an sich!

Grundbegriffe sind Katalysatoren des Denkens und Handelns. Je tiefer hier die Erkenntnis ist, desto stärker, sicherer und schneller schreiten wir voran, desto tiefer unsere Liebe.

Werden Grundbegriffe verwässert, vernebelt und in der Tiefe nicht mehr verstanden und gelebt, geht die darauf gegründete Kultur zugrunde.

Die 5 Grundbegriffe „das Netz, die Auslegung, die Situation, die Begegnung und die Grenzen“ sollen das Durchdenken und Umsetzen der 5 Grundregeln und das immer tiefere Verstehen der Grundwerte katalysieren und beschleunigen.

Es geht eben nicht um ein bloßes Einhalten von ethischen oder religiösen Geboten und Verboten. Es geht um ein tieferes Bewusstsein der Grundwerte und ein bewusstes Handeln aus Entschiedenheit, Motivation und in Freiheit.

An die Grundbegriffe kann man herangehen, indem man einen Teilaspekt beleuchtet und vertieft, oder indem man versucht von immer neuen Positionen und Situationen aus einen Überblick über sie zu gewinnen.

Man kann intellektuell, analysierend und fragend herangehen, aber auch über Bilder und Träume, Erzählungen und Spiele, über die Erfahrungen praktischer Projekte und mit meditativen Strukturen, Gesprächskreise oder thematische Tagebücher. Ein Weg allein führt hier nicht zum Ziel und Vorbilder, denen wir kritisch folgen, Gesprächspartner, mit denen wir uns auseinandersetzen oder Gruppen, in die wir uns integrieren, bringen uns auf ganz neue Wege.


 DU ICH ICH UND DU GORDON SATIR MENSCHENBILDER WELTBILDER 

aus: SelbstStruktur


DU

Als Mensch dieser bunten Erde,
beschenkt und ausgestattet mit so lebendiger Kraft,
mit Mut und tiefem Bewusstsein!

DU

Als Teil dieser kraftvollen Menschheit,
getrieben von so viel Kreativität und Intelligenz,
in Deinem Fragen und Antworten!

DU

Als Kind dieses stillen Weltalls,
erfüllt von soviel Licht und Weite!

DU

Du baust an Brücken zwischen Kulturen, Religionen und Weltanschauungen.
DU sorgst für Dich, für Deine Kraftquellen, Deine Struktur, Deine Harmonie und Deine Balance.
DU trägst zur Lösung der aktuellen Weltprobleme bei und übernimmst Verantwortung.


Ich

lege mein Netz aus Weisheiten, Erfahrungen und Erkenntnissen, aus Zielen, Fähigkeiten und Empfindungen aus,
interpretiere es hinein in die aktuelle Situation, in diesen Moment der Lebendigkeit und Fülle, voll von dem sich mir Begegnendem mit seiner und meiner Begrenztheit.


ICH FÜR DICH

Ich

suche nach Liebe
und werde sie finden, so bunt, so vielfältig, so schön und immer neu!

Ich

schütze das Leben
und bin geschützt, getragen, gestärkt und so umfassend beschenkt!

Ich

verehre das Heilige


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( Letzte Änderung am 08.07.2007 )
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