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(seit 10.09.2015)

Nanowelten und Nebenwirkungen - die Problematik des Mikro- und Nanomülls

Die Wirkungen und Nebenwirkungen vieler Medikamente, Chemikalien oder auch von pflanzlichen Stoffen versteht man erst, wenn man sich etwas mit Biochemie und der Nanowelt beschäftigt.
Vor allem die Avogadro-Konstante (6,022 * 10^23) als Maß für die Dimensionen in der Nanowelt und die Vielfalt der räumlichen Strukturen spielen hier eine große Rolle!

Ein Medikament kann dadurch seine Wirkung entfalten, dass es chemisch reagiert und sich fest mit einem körpereigenem Stoff eines Lebewesens verbindet. Ozon als starkes Oxidationsmittel ist so ein Beispiel.
So aber wirken Medikamente meist nicht, denn dann wären sie sehr reaktionsfreudig, damit instabil und kaum haltbar.
Solche Stoffe lassen sich aber schwer lagern und anwenden, da sie bereits mit Mund, Nase und Magen reagieren und auch schwer zu dosieren sind.
Eine andere Form der Wirkung ist die Beeinflussung von Membranen durch fettlösende oder waschaktive Substanzen wie Tenside, Saponine oder Alkohol.
Solche und verwandte Wirkungen (pH-Wert, Spannkraft, ...) sind jedoch sehr unspezifisch und global. Der Körper wird an vielen Stellen belastet und viele Prozesse wenn auch nur minimal gestört.

Die viel wichtigere Form der Wirkungsweise ist das räumliche Anlagern von Wirkstoffen an Enzyme, an Zellbausteinen wie Ionenkanälen, an die RNS oder DNS.
Dieses Anlagern kann durch schwache Wasserstoffbrücken oder stabilere Disulfidbrücken verstärkt werden und reversibel oder irreversibel sein.
Meist wird dadurch der entsprechende Zellbaustein deaktiviert (Hemmung) oder ein körpereigenes Signal ausgelöst (Hormonwirkung).

Das räumliche Zusammenpassen von Schlüssel, dem Wirkstoff und Schloss, dem Teil der Zelle, spielt hier eine entscheidende Rolle.
Jedes Lebewesen besteht aus unzähligen Bauelementen mit jeweils vielen räumlichen Andockmöglichkeiten.
Die Formenvielfalt der Zelloberflächen ist jedoch so gross, dass dennoch viele Wirkstoffe nirgends exakt hinpassen.
Sie finden keinen Halt und werden durch die Braunsche Molekularbewegung weitergejagt.
Wehe aber, wenn sie einen Platz finden, dann reichen bereits kleinste Mengen Milligramm, Mikrogramm, ja bei Botulinumtoxinen auch Nanogramm um uns erheblich zu schaden oder zu töten.
Warum?
Ein Milligramm einer Substanz beinhaltet je nach Molmasse zwischen 6 * 10^19 (Molmasse 10) und 6 * 10^17 (Molmasse 1000) einzelne Moleküle.
Das sind in jedem Fall je Körperzelle Hunderttausende bis Milliarden Moleküle.
(1 Mol oder 46g Alkohol enthält 6,022*10^23 Alkohol-Moleküle, ein Milligramm daher 6,022*10^23 /(46*1000) oder 1,3*10^19 Alkohol-Moleküle.)

Kleine, winzige Dinge können uns und vielen Lebewesen daher schaden:

Wenn sie sehr langlebig sind und klein genug um über die Haut oder die Lunge einzutreten, gleichzeitig immobil genug, um nicht ausgeschwemmt zu werden.
Beispiel: Asbest, Nanomüll, Mikroplastikmüll, Gesteinsstaub, Ultrafeinstaub, ...

Wenn sie in viele kleine mobile und stabile Einheiten zerfallen, die bis in den Zellkern vordringen.
Beispiel Alkohol, Glyphosat, ...

Wenn sie bestimmte zentral wichtige Zellen angreifen (Blutzellen mit Kohlenmonoxid oder Leberzellen mit Umweltgiften, Drogen, Pyrrolizidinalkaloide oder dem Knollenblätterpilzgift)

Wenn sie sich auf dem Weg zur Zelle schützen und in der Zelle spezifisch oder gar enzymatisch angreifen (Ultragifte wie Rizin oder Botolinumtoxin mit wirkungsverstärkenden Faktoren)

Wenn sie uns ständig über das Trinkwasser, die Kleidung, die Luft oder die Nahrung angreifen und in kleinsten Mengen den Hormonhaushalt stören bzw. selbst wie Hormone wirken oder deren Ausschüttung triggern oder hemmen.

Wie können wir uns schützen?

Zuerst einmal sind wir selbst schuld!
Wir produzieren, kaufen und konsumieren die Chemikalien, Abgase, Feinstäube, racemischen Medikamente oder in Nanomüll zerfallende Plastikstoffe.

Solange die Produktion nicht vermindert und umgestellt wird, können wir die Schlacht nicht gewinnen.
Hilfreich ist jede Überwachung von Trinkwasser, Nahrungsmittel, Hausstaub, Atemluft oder den Ausdünstungen oder Auslaugungen von uns umgebenden Produkten oder allen Behältern für Essen und Trinken. Besonders Betten, Sitzplätze, enge schlecht belüftete Räume wie im Auto sollten keinen Nanomüll an uns abgeben.
Eine sauberere und bessere Umgebung können wir vielleicht bei uns zuhause schaffen.
Am Arbeitsplatz wird es schon schwieriger.
Politik ist wichtig, DIN-Normen, Grenzwerte, Umweltverbände, Institute, ....
Aber viele haben es nach all den Todesfällen und trotz der langjährigen Leiden vieler Menschen noch nicht begriffen und verharmlosen, was das Zeug hält, von der Autoindustrie angefangen bis zum Landwirtschaftsminister.

Leider gibt es auch noch andere Opfer, nicht nur uns: Alle Lebewesen der Ozeane, der Flüsse, der Wälder und Wiesen und alle, die direkt bei uns leben und auch all den Dreck einatmen und mitessen oder trinken.
Gerade die Meere betrachtet die Menschheit als endlos aufnahmefähige Müllkippe, die uns nie eine Rechnung präsentiert. Dabei sind wir schon am Bezahlen der ersten kleinen Raten. Viel größere werden folgen!

Dauerbelastungen mit Nanosubstanzen und Gegenmaßnahmen
Beispiel Glyphosat und Nitrat
Beide Stoffe finden sich inzwischen im Trinkwasser oder werden bei Glyphosat durch die Nahrung täglich nachgeliefert.
Nitrat wird nur dann zum Problem, wenn es durch Darmbakterien in Nitrit umgewandelt wird.
Glyphosat jedoch, das bei vielen im Urin zu finden ist, hat im Körper nichts zu suchen.
Gemessene Mengen von 1 ng/ml Glyphosat mit einer Molmasse von 169 g entsprechen (6,022 * 10^23)/(169 * 10^9) = 35,6 * 10^11 Molekülen pro Milliliter Urin. Im Blut wird die Konzentration etwas niedriger sein, dennoch durchfluten ständig Milliarden Moleküle einer körperfremden unnatürlichen Substanz jeden Winkel unseres Körpers und Glyphosat ist nicht allein.
Auch wenn eine direkte Erzeugung von Krankheiten beim Menschen in diesen Konzentrationen unwahrscheinlich ist,
kann durch die Beeinflussung der menschlichen Bakterienflora oder eine Störung der Kopierprozesse des Metagenoms eine langfristige Schädigung nicht ausgeschlossen werden.

Beispiel hepatotoxische Pflanzenstoffe
siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Pyrrolizidinalkaloide
Über Honig, Rucola oder Kräutertees kann es zu Belastungen mit Pyrrolizidinalkaloide kommen.
Hier sollten vorbeugend Stichproben- und Reihenuntersuchungen ausgeweitet werden.

Beispiel Aflatoxine
Beispiel Reinigungs- und Desinfektionsmittel
Ärztezeitung:"Wer regelmäßig Reinigungsmittel benutzt, schadet seiner Lunge so, als ob man jahrelang raucht."

Beispiel Abgase und Ultrafeinstaub
Bei Auto- und Flugzeugabgasen hat man durch Filter, bessere Verbrennung, sparsamen Verbrauch viel erreicht und verbessert. Doch gerade die Optimierung der Motoren hat zu noch kleineren Ultrafeinstaubteilchen geführt, die tiefer in die Lunge ja bis in den Körper eindringen als die alten Russbrocken früher. Ihre Masse ist kleiner, jedoch ihre Anzahl weit größer und sie schweben tagelang statt schnell zu Boden zu sinken!

Beispiel Raumluft
Beispiel Antibiotika
Beispiel versteckte Entzündungen und Viruserkrankungen

Eintrittspforten und Hauptangriffspunkte körperfremder Nanosubstanzen
Lunge, Haut, Nase, Magen, Darm und Leber sind die am stärksten im Nanobereich angegriffenen Bereiche unseres Körpers.
Das Gehirn - vom Körper massiv geschützt - kann von vielen Nanosubstanzen erreicht werden. Leider auch der Embryo im Mutterleib.

Austrittswege und Abbauwege für körperfremde Nanosubstanzen
Problematisch sind alle Stoffe, die unser Körper nicht mehr los wird.
Das sind Feinstäube, die zu tief in der Lunge hängen oder Nanoteile, die nach dem Einatmen oder Essen über das Blut verteilt und im Gehirn oder dem Fettgewebe abgelagert werden.
Alle wasserlöslichen Stoffe werden relativ schnell reduziert, ebenso alle gasförmigen, die der Körper abatmen kann.
Den noch bleiben auch hier die Schäden, die eine kurzzeitige Vergiftung zurückläßt, dauerhaft wie untergegangene Gehirnzellen nach einem Vollrausch. Und die schnelle Reduktion durch Ausspülen oder Abatmen oder einem Abbau in der Leber hilft dem Körper nicht, wenn dauernd chronisch über die Nahrung Nachschub kommt.

Die Natur als Nanomüllentsorger
Neben der Verteilung und Verdünnung von Nanomüll und der Filterwirkung von Böden, Bäumen, Moosen und Flechten sind vor allem der Abbau durch die Kombination von ätherischen Ölen und Sonnenlicht zu nennen.
Verteilen, verdünnen oder filtern vernichtet nicht und belastet die Natur an empfindlichen Stellen wie dem Boden oder dem Meer.
Der Abbau durch Sonnenlicht kann jedoch wirklich einiges mineralisieren und damit komplett abbauen, entgiften oder vernichten.
Auch der Boden kann etliche Medikamente und Chemikalien komplett abbauen.
Was alles und welcher Boden und wo ist bei der ungeheuren Vielzahl an Substanzen und deren Verunreinigungen schwer zu sagen.

Ultrafeinstaub: http://www.zeit.de/2017/18/feinstaub-grenzwerte-belastung-medizin-land-luftverkehr/komplettansicht

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Zuletzt geändert am 04.05.2018